Kinderarmut
B. Ullrich
In George Orwells Zukunftsvision „1984“aus dem Jahr
1948, die zu lesen jedem empfohlen sei, begegnen wir der Wortschöpfung
Neusprech:
„Neusprech bezeichnet die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich
veränderte Sprache. Das Ziel dieser Sprachpolitik ist es, die Anzahl und das
Bedeutungsspektrum der Wörter zu verringern, um die Kommunikation der
Bevölkerung in enge, kontrollierte Bahnen zu lenken. Damit sollen sogenannte Gedankenverbrechen
unmöglich werden. Durch die neue Sprache bzw. Sprachregelung soll die
Bevölkerung so manipuliert werden, daß sie nicht einmal an Aufstand denken
kann, weil ihr die Worte dazu fehlen.“1
Die bewußte Abfälschung des Begriffs Kinderarmut –
weg von zu wenigen Kindern, hin zu armen Kindern – begann, wie so
viele Wunderlichkeiten, anfangs der neunziger Jahre. Mithin also mit der WENDE
- eine treffende Wortschöpfung, die man tatsächlich BEIM WORT nehmen sollte,
denn da ist nicht nur in der neuen Ost-BRD alles ge-wendet worden.
Kinderarmut bedeutet eine Armut an Kindern
(zu wenig Kinder!) und nicht eine finanzielle Armut von Kindern! So gibt es kinderarme und
kinderreiche Familien, Gemeinden, Völker oder Länder.
„Noch nie wurde soviel und so inbrünstig über Kinder geredet. Die Neusprache
quillt über: Kindesmißbrauch, Kinderpornos, Kinderbeauftragte, Kinderparlament,
Kinderprogramm. Doch meist sind die Kinder selbst dabei nicht mehr als Faktoren
in Modellrechnungen des Wohlstands (wieviel kostet ein Kind?). Oder imaginäre
Wähler-Hilfstruppen für eine ferne politische Zukunft. Oder auch nur Objekte
psychologisierender Selbstbespiegelung.... Und niemand könnte einem Ausländer
erklären, warum das in der Tagespolitik so geläufige deutsche Wort
„Kinderarmut“ keinesfalls das Gegenteil von "Kinderreichtum" ist,
sondern ein materieller Meßwert, den Soziologen neuerdings etwa dadurch
definieren, daß ein Kind kein eigenes Bett zum Schlafen hat.“
Soweit die WELT am 20.09.95 zum „Weltkindertag“,
einem der zahlreichen sinnfreien Gedenk- und Aktionstage, die wir der
Weltregierung Uno verdanken.
Wenn man im Weltnetz das Suchwort
"Kinderarmut" eingibt, erzielt man eine Menge Treffer, wobei fast
ausschließlich die Rede von der "Armut von Kindern" ist, und zwar auf
die finanzielle Lage von Kindern bezogen (klar sind die Kinder von heute „arm
dran“, aber das hat keine finanziellen Gründe). Dabei ist ein Kind mangels
eigenem Einkommen überhaupt keine eigenständige "Wirtschaftsperson" -
arm oder reich können nur die Eltern eines Kindes sein, nicht aber das Kind als
von den Eltern abhängige Person! Nicht die Kinder „leben von der Sozialhilfe“,
mittlerweile mit dem klebrigen Etikett „Hartz 4“ versehen, sondern sie sind
allenfalls davon betroffen als Teil einer Familie oder einer alleinerziehenden
Person, welche Sozialhilfe mit Kinderzuschlag bezieht.
Indem man den Begriff Kinderarmut ins
Materielle abfälscht, will man in der Öffentlichkeit vertuschen, daß
Deutschland ein kinderarmes Land ist! Sollte der Begriff dennoch auftauchen,
was mittlerweile fast täglich der Fall ist, so wird er sogleich falsch
verstanden, weil man in unserem Bewußtsein die ursprüngliche Bedeutung
ausgemerzt hat! So kommen dann alberne Satzschöpfungen zustande wie: „Die
Kinderarmut trifft in erster Linie Kinderreiche!“
„Die Ursachen für unsere niedrige Geburtenrate in Deutschland werden
seit einiger Zeit leidenschaftlich diskutiert. Gemeinhin wird eine steigende
Kinderlosigkeit von Frauen und Männern für das nun schon seit Jahrzehnten
andauernde Phänomen verantwortlich gemacht. Jüngere wissenschaftliche
Erkenntnisse haben jedoch ergeben, daß der Rückgang der Mehrkindfamilie in
Deutschland bei dieser Entwicklung eine weit reichende Rolle spielt.“
Alles klar? Weil die Kinderlosigkeit steigt und die
Anzahl der Mehrkindfamilien sinkt, haben wir eine niedrige Geburtenrate! Weil
das Fieberthermometer steigt, haben wir Fieber... Wenn das nicht streng
wissenschaftlich ist!! Offensichtlich hält man das Volk schon für so verblödet,
daß man sich gar keine Mühe mehr macht, vernunftmäßig nachvollziehbare Gründe
für offenkundige Mißstände anzuführen.
Jedenfalls wird Kinderreichtum nirgendwo als
Begriff für ein reiches Kind gebraucht! Dieser Begriff wird noch so
benutzt, wie er immer gebraucht wurde, nämlich im Zusammenhang mit vielen
Kindern.
Die Umwertung des Begriffes Kinderarmut ist ein
echtes Politikum!
Und heute sind wir ein
sterbendes Volk! Alle wahren Hochrechnungen deuten darauf hin, wenn man die offiziellen
Statistiken mal ihrer ideologischen Kosmetik entkleidet. Wie die Medien
Ende Juni 2008 berichteten, wurden im vergangenen Jahr 685.000 Kinder lebend
geboren, bei einer (gemeldeten) Einwohnerzahl von 82,2 Millionen. Was sie nicht
zur Sprache brachten, ist die völkische Zusammensetzung bei diesen
Neugeborenen. Dazu teilte uns der CDU-Abgeordnete Volker Kauder im Weltnetz in
seinem „politischen Tagebuch“ unter dem 17.01.08 mit, „daß Kinder – die
in diesem Jahr zum ersten Mal mehrheitlich Migrationshintergrund haben, wenn
sie geboren werden –„ ... usw., so daß wir davon ausgehen müssen, daß von
den 685.000 nur ca. 340.000 Neugeborene abstammungsmäßig zu unserem deutschen
Volk gehören!
Zum Vergleich: Im Kriegsjahr
1940 wurden in Deutschland2 bei einer Einwohnerzahl von
80,6 Millionen, also in etwa vergleichbar, 1.645.000 deutsche Kinder lebend
geboren! Fast fünfmal soviel wie heute!
So kann man auch ein Volk
ausrotten!
Anstatt „seit einiger Zeit leidenschaftlich“ über
die Ursachen des Geburtenrückgangs zu „diskutieren“, hätten schon gleich nach
Kriegsende geburtenfördernde Maßnahmen ergriffen werden müssen, denn die
bevölkerungspolitischen Untersuchungen und Hochrechnungen – ohne die horrenden
Bevölkerungsverluste im und nach dem 2. Weltkrieg! - lagen vor und gibt es
heute noch, ebenso wie die Ausrottungspläne „unserer alliierten Befreier“ heute
noch vorliegen!
Hätten wir Deutschen uns "aus freien Stücken
entschlossen, weniger Kinder zu bekommen", wie Helmut Kohl gegen Ende
seiner Herrschaft behauptete, so gäbe es doch an den „freiwillig“ geschaffenen
Fakten nichts zu vertuschen. Vertuschen muß man nur Fakten, die gegen die
Interessen des Staatsvolkes geschaffen wurden, und zwar durch kontinuierliche
Fehlsteuerung bei der Bevölkerungspolitik auf allen Gebieten in Politik und
„Gesellschaft“. Und in dieser Vertuschungsabsicht liegt der Grund für die
Neusprech-Umdeutung des Begriffes KINDERARMUT!
Also: Kinderarmut steht bezogen auf unser Volk
dafür, daß die Geburtenrate im Vergleich zu 1940 nur noch 20 % beträgt. Und
diese wenigen Neugeborenen von heute sind wahrlich „arme Kinder“, denn sie
werden es wohl erleben, daß sie im eigenen Land zur Minderheit gemacht worden
sind – dank der bevölkerungsmäßigen Unterlassungspolitik der BRD-Regenten, der
Mißachtung ihres Amtseides auf das Wohl unseres deutschen Volkes sowie
der zerstörerischen „Einwanderungspolitik“ als Erfüllungsgehilfen bei der plutokratischen
Machtergreifung.
1
Aus WIKIPEDIA (Weltnetz-Lexikon)
2
Großdeutsches Reich ohne Protektorat Böhmen und Mähren, ohne Eupen-Malmedy und
die eingegliederten, ehemals polnischen Gebiete. Zahlen aus „Geburtenschwund –
die Kulturkrankheit Europas“ von Friedrich Burgdörfer, 1942.