So lügen sie, so lügen sie
alle Tage!
B. Ullrich
Wenn der Kölner
Stadt-Anzeiger, die seit Aufkaufen der Pseudokonkurrenz einzige
meinungsbildende „seriöse“ Tageszeitung im Großraum Köln, über „altgermanisches
Brauchtum“ berichtet, dann kommt dabei nichts anderes heraus als bei anderen
Themen – deutschfeindliche Lügen und Verdrehungen!
Am 23. April wurde unter dem
Titel „Feurige Tradition“ über die Feuerräder im westfälischen Lügde berichtet.
Ein ansprechendes Foto der brennenden Strohräder stimmt den Leser auf das Thema
„Osterräderlauf“ ein. Zwar berichtet der Reporter, daß die Lügder
Brauchtumspfleger annehmen, ihr Brauch des Osterräderlaufes würde schon seit
gewiß 2.000 Jahren gepflegt. Er kann es sich aber nicht verkneifen, aus
seßhaften Bauern ewige „Migranten“ zu machen, getreu dem heute vertretenen
Geschichtsklischee, daß Deutsche keine Ureinwohner sind, sondern von
irgendwoher irgendwann mal einwanderten: „Immerhin verehrten die
altgermanischen Nomaden in der Sonne ihren Kriegsgott, der im Kampfwagen Bahnen
über den Himmel zog.“
Hier mischt sich die
politisch motivierte Geschichtslüge über unsere „nomadischen“ Vorfahren mit der
Herabsetzung nordischer Mythologie. In dieser ist nämlich keineswegs die Rede
von einem Kriegsgott. Vielmehr erhielt die Riesentochter Nacht vom
höchsten Gott Odin einen schwarzen Wagen und ein schwarzes Roß namens Hrimfaxi,
während ihr lichter Sohn Tag einen goldschimmernden Wagen und ein weißes
Roß namens Skinfaxi bekam. Seitdem ziehen Mutter und Sohn ihre Bahnen
über das Himmelsgewölbe. Zwei weitere Riesen machte Odin zu Sonne (Sol)
und Mond (Mani) und versetzte sie an den Himmel. Am Tag fährt Sol
im Sonnenwagen übers Firmament, gezogen von den Rossen Morgenwache und Allgeschwinde,
des Nachts folgt Mani auf dem Mondwagen.
Kein „Kriegsgott“, keine
„Kampfwagen“ weit und breit – aber was kümmert dies einen Presseschmierfink von
heute.
Natürlich wird überhaupt nur
über den alten Brauch berichtet, weil er längst „eingechristet“ wurde.
„In jedem der sechs
Radkränze ist eine Inschrift geschnitzt: „Zum Lobe, daß Du erstanden bist im
Glanze, Herr Jesu Christ, lauf ich heute ins Mariental, in Zukunft auch noch
manches Mal“.“
Und deshalb kommen zu diesem
„altgermanisch-christlichen Spektakel“ auch nicht etwa die Staatsschützer, die
bei heidnischen Veranstaltungen sonst „nach dem/den Rechten“ schauen, sondern
bis zu 20.000 Besucher.
Doch allen Verfälschungen
zum Trotz ist es schön, daß sich altes Brauchtum in unserem Land all die
Jahrhunderte hindurch erhalten konnte. Texte und falsche Mythen lassen sich
schließlich aufklären, wenn die Zeiten sich ändern und der Wind sich wieder
dreht. Lieber ein alter Brauch im christlichen Gewand, an dem viele ihren Spaß
haben, als zeitgeistige „Love-„ und andere Verblödungs-Paraden oder sonstige
Demokraten“events“....