Verhöhnung der Opfer von
Dresden
B. Ullrich
Wer erforschen will, wie
weit sich Geschichtsschreibung aufgrund politischer Interessen von der Wahrheit
entfernt, der braucht sich nur mit den Schilderungen der Bombardierung Dresdens
im Februar 1945 zu beschäftigen. Es ist schier unglaublich, mit welchem Eifer
politisierte „Historiker“ und Pressefuzzis dieses traurige Thema an sich
reißen, im krampfhaften Bemühen, die alliierten Siegermächte – hier britische
und us-amerikanische Bomberpiloten und ihre Hintermänner – reinzuwaschen und
die Schuld an den Zerstörungen auf die Opfer abzuwälzen!
Jenseits der üblichen
Zahlenspielereien empfiehlt es sich, zur Wahrheitsfindung ältere Quellen zu
benutzen, sowie vor allem den aus gutem Grund heutzutage so verpönten „gesunden
Menschenverstand“.
Eine ältere Quelle ist Max
Seydewitz mit seinem Buch „Zerstörung und Wiederaufbau von Dresden“, der keine
Gelegenheit ausläßt, das „Naziregime“ anzuprangern und von daher des „Nazismus“
unverdächtig ist. Seine Schilderungen stammen von 1955. Dort kommt auch der
ominöse Tagesbefehl Nr. 47 vor1, dessen angegebene Zahl von
gezählten 202.040 Toten er als falsch bezeichnet, ohne jedoch dafür eine
plausible Begründung angeben zu können. Zu den Opferzahlen schreibt er: „35.000
Tote sind auf diese Weise mit Bestimmtheit festgestellt worden. Gewiß aber ist
die Zahl noch um einige Tausend höher. Denn niemand war imstande, alle die
vielen Toten gewissenhaft zu zählen, deren Körper bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt
oder verbrannt waren...“ Und selbst dieser Seydewitz schreibt, ebenso wie Axel
Rodenberger („Der Tod von Dresden“ 1951 – sehr empfehlenswert!), von einer
Fläche von 28 Quadratkilometer – 7 x 4 km, die durch die Bombardierungen
komplett zerstört und zu einem einzigen Flammenmeer gemacht wurde. Hinzu kommen
schließlich noch zahlreiche Quadratkilometer teilzerstörter Stadtteile, die
auch ihre Opfer zu beklagen hatten!
Mittlerweile ist dieses
total zerstörte Gebiet in der offiziellen „Geschichtenschreibung“ auf „nur“ 12
Quadratkilometer geschrumpft worden! 7 x 4 km sind 28 Millionen m². Bei aktuell
angenommenen 25.000 Toten, der derzeitigen offiziellen Obergrenze, wäre
in diesem Inferno bei allen 4 Angriffswellen zusammen nur je 1 Mensch auf 1.120
m² umgekommen! Das wäre eine Fläche von ca. 30 x 37 m pro Bombenopfer, und dies
in einer Innenstadt, die lt. SPIEGEL mit Flüchtlingen aus dem Osten überfüllt
war, lt. Seydewitz zirka 1,2 Millionen Menschen insgesamt beherbergte.
Zum Vergleich: Ein
Fußballplatz bei Länderspielen hat die Größe 68 x 105 m, also 7.140 m². Pro
Fläche eines Fußballplatzes sollen also - modernen „Experten“ zufolge -
lediglich ca. 6 bis 7 Menschen Opfer des alliierten Flächenbombardements
geworden sein? Selbst bei einer totalen Zerstörung von „nur“ 12 Millionen m²
wären es 15 Opfer pro Fußballfeld, was für eine dicht besiedelte Innenstadt
ohne nennenswerten Luftschutz immer noch schwer vorstellbar ist!
Noch mal zur Verdeutlichung:
Die vom Flächenbombardement völlig zerstörten Gebiete Dresdens umfassen
die Fläche von ungefähr 3.900 Fußballfeldern, ohne die nur
teilzerstörten Gebiete um das Kerngebiet herum. In ganz Dresden wurden von
35.470 vorhandenen Wohngebäuden 11.116 völlig zerstört und nur 7.421 waren
überhaupt nicht betroffen. Von 220.000 vorhandenen Wohnungen wurde ein Drittel
(75.358)2
total zerstört, aber augenscheinlich waren die Bewohner alle in den 14 Minuten
zwischen Luftalarm und Ankunft der Bombergeschwader aus der Gefahrenzone
verduftet.
Diese offiziösen Opferzahlen
pro „Fußballfeld“ werden noch absurder, wenn man in Betracht zieht, daß
unbestritten an manchen Plätzen dichtgedrängte Menschenmassen zum Opfer
demokratischer Friedensbringer wurden. So am Dresdner Bahnhof, wo die Züge
vollgestopft mit Menschen dicht hintereinander auf den Gleisen standen und vom
2. Angriff voll erwischt wurden. Die Tunnelschänke war vollgepfropft, die
Wartesäle, die Keller darunter, die Bahnsteige, die Züge, unter den Zügen und
auf den Gleisen waren ebenfalls Menschen – und wer vor den Bomben vom Gelände
fliehen konnte, der war auf den umgebenden Straßen und Plätzen vom Feuer
eingeschlossen.
Nach dem ersten Angriff
glaubten sich zahlreiche den Flammen und einstürzenden Mauern Entkommene auf
den Elbwiesen am linken Ufer und im Großen Garten sicher. Auch hier fegten die
„Befreier“ drüber hinweg und luden ihre tödliche Fracht ab. Axel Rodenberger,
dessen zeitnahes Buch „Der Tod von Dresden“ heute unverschämterweise als Roman
bezeichnet wird, hat z.B. die Eindrücke des überlebenden Unternehmers Albrecht
Merten aufgezeichnet, der am 15. Februar versuchte, sich zu seinem Betrieb
durchzukämpfen. Die Elbwiesen – eine schwarzgraue Masse von Toten. Das
Hindenburgufer, der Sachsenplatz – von Leichen übersät. Unterhalb der Brühlschen
Terrassen – ein hundert Meter langer Damm, mannshoch aus gestapelten Leichen.
Auf dem Schloßplatz – Berge von Leichen, im Zwingergraben lauter Ertrunkene...
Wer in den Feuersturm
geriet, der durch Dresdens Innenstadt fegte, der wurde bei zirka 2.000 °C
kremiert. Zum Vergleich, die Temperatur in heutigen Krematorien liegt bei zirka
1.200 °C. Was gibt es da später noch zu identifizieren oder auch nur zu zählen?
Wenn es um deutsches Leid,
um deutsche Opfer geht, dann sind solche Erlebnisberichte nichts wert. Selbst
Tausende von Augenzeugenberichten werden von heutigen „Experten“ und
„Historikern“ als unglaubwürdig abgetan, weil sie keine dazu passende
Aktennotiz finden können! Hier gelten nur „Dokumente“ – oder das, was die
Besatzer und ihre willfährigen Nachfolger davon übriggelassen bzw. produziert
haben. Und nach Vorlage der Arbeiten der amtlich eingesetzten
„Historikerkommission“ werden seit 2008 deren Ergebnisse sogar als „endgültig“
bezeichnet, da alle verfügbaren Akten ausgewertet worden und weitere Änderungen
der Opferzahlen nicht zu erwarten seien. Bei BRD-Historikern kein Wunder!
Wenn es jedoch um das Leid
der „Opfer des Nationalsozialismus“ geht, dann genießen selbst die verwegensten
Zeugenaussagen höchste Wertschätzung und dürfen – strafbewehrt!! - durch
keinerlei Hinweise auf naturgesetzliche Unmöglichkeiten oder dokumentarische
Beweisaufnahmen in Frage gestellt werden. Bei Zuwiderhandlung gegen die
Offenkundigkeitsdoktrin (einmalig für historische Vorgänge, zumal dieser
Größenordnung!) droht im Wiederholungsfall lebenslänglicher Kerker!
Und wenn am Jahrestag der
Bombardierungen die Kinder und Enkel der Flächenbombardements-Überlebenden
ihrer deutschlandweit produzierten Toten in einem Trauermarsch gedenken
möchten, dann prallen sie gegen eine schier unglaubliche Einheitsfront aus
demokratischen Politikern aller Bundestags-Parteien, aufgehetzten sog.
Gutmenschen und gewalttätigen Berufskrakeelern, die von einer weltanschaulich
instrumentalisierten Polizei unterstützt werden.
Sicherlich würden sich die
Nachkommen der Flächenbombardements-Überlebenden sehr freuen, wenn es
tatsächlich die meisten der angenommenen deutschen Opfer nicht gegeben hätte! Kein
anständiger Mensch kann ein Interesse an möglichst hohen Opferzahlen
haben! Aber gerade im Falle Dresden ist die Geschichtsfälschung derart
offenkundig und wider den Verstand, daß ein Studium dieser Vorgänge einen
erhellenden Einblick in die gängigen Fälschungsmethoden bietet.
Und der Sinn dieser
würdelosen Zahlenfeilscherei?
Der Obersinn bei solchen
Lumpereien ist immer derselbe: Wer im System Karriere machen will, der muß dran
glauben. Wer nicht dran glaubt, der beweist damit seine Karriereuntauglichkeit
und wird ausgegrenzt.