Die Lösung türkischer
Integrationsprobleme
B.
Ullrich
In der Türkei tut sich was!
„Der Boom am Bosporus nimmt kein Ende“, titelte der Kölner Stadt-Anzeiger am
11. Juni 2011 und legte nach „Die Wirtschaft wächst im Rekordtempo – Maschinen
und Industriegüter als Exportprodukte“. Schon hat sich die Türkei auf Platz 16
der G-20-Rangliste vorgearbeitet. Erdogan plane, die Wirtschaftsleistung von
750 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2023 auf 2.500 Milliarden zu steigern. Auch
plane er unter anderem die Errichtung von 2 Trabantenstädten „bei Istanbul für
Millionen Menschen“.
Heureka! Nun kann die BRD
endlich mal ihren Teil zum Wachstum der Türkei beitragen (anstatt immer nur die
bereichernden Fachkräfte und Kulturträger und Wiederaufbauer von dort
abzuwerben) und zahlreiche Arbeitskräfte zur Reintegration in die alte Heimat
freistellen – vor allem Menschen, die bei uns aufgrund mangelnder
Sprachkenntnisse oder zu großer kultureller Unterschiede auf dem hiesigen
Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen können und deshalb in entwürdigenden
Hartz-4-Verhältnissen ein karges Leben fristen. Auch zweisprachig aufgewachsene
türkischstämmige BRD-Bewohner sollten für den Export von der Türkei in
deutschsprachige EU-Länder willkommene Mitarbeiter sein, die zudem keiner
Integrationsanstrengungen bedürfen. Und da Erdogans „islamisch-konservative
Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP)“ auch – im Gegensatz zu vielen
Deutschen - ein Herz für den Islam, für Moscheen, Minarette und Imame hat,
erscheint es nur folgerichtig, daß es türkische Muslime wieder zu ihren Wurzeln
zurückzieht, in ein Land, wo die Wirtschaft rasant wächst, und wo weder Sprache
noch Religion oder fremdenfeindliche Ureinwohner ein Hindernis für die
Entfaltung darstellen. Die Vorteile für die Türken sind offenkundig: Keine
auseinandergerissenen Sippen mehr, keine Suche nach unverdorbenen
„Importbräuten“, keine Gefahr von Schweinefleischanteilen in der Nahrung, kein
Aufzwängen „westlicher Wertvorstellungen“ wie Emanzentum, Schwulenhochzeiten
und Gender Mainstreaming, kein Versauen des Nachwuchses durch
frühsexualisierenden Pflichtschulunterricht, endlich Selbstverwirklichung in
kultureller, religiöser und sprachlicher Hinsicht sowie beim Ausleben
türkischer Werte...
Wie wäre es denn, wenn die
BRD-Medien anstelle der „Deutsche wandern aus“-Dauerpropaganda mal umschalten
auf „Türken streben in die Heimat“, und wenn Repatriierungsbüros für „schwer
integrierbare“ Türken eingerichtet würden, um bei der Rückreise zu helfen? Eine
solchermaßen beiderseitig zufriedenstellende Lösung der vorhandenen Probleme
zwischen Türken und Deutschen würde erheblich zum Frieden zwischen den Völkern
beitragen und einer ehrlichen Freundschaft den Weg bereiten. Und die Türkei
könnte zum Vorbild für andere Länder werden bei der Rückintegration derer, die
auf die plutokratische Auswanderungs-Propaganda reingefallen sind und
vielleicht gerne zurückkehren möchten, aber zu unsicher sind für einen
Neuanfang in der alten Heimat.