„Verschwörungsliteratur“ am
Kiosk
B. Ullrich
Mark Twain soll gesagt
haben: „Eine Lüge ist bereits dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die
Wahrheit die Schuhe anzieht“. Bei den Vorgängen um den 11. September 2001 hat
sie noch länger gebraucht, aber nun hat ein Redakteur von FOCUS-Money es
geschafft, der Wahrheit zumindest ansatzweise in einem etablierten Magazin zum
Durchbruch zu verhelfen. Doch hören wir, was er selbst – Oliver Janich – dazu
sagt:
„Es ist vollbracht. Focus
Money bringt am 5. Januar 2010 fünf Seiten über die Lügen des 11. September
2001. Mehr als fünf Jahre habe ich dafür gekämpft. Auf vier Textseiten (eine
Seite Aufmacher) war natürlich kein Platz für alle Widersprüchlichkeiten, aber
ich habe mich auf die wichtigsten konzentriert: Die kontrollierten Sprengungen
von WTC 1, 2 und 7, die fehlende Boeing im Pentagon und das Ausbleiben der
Abfangjäger.
Auch hier wieder meine
Bitte: Kaufen Sie das Heft! Die Klimagate-Story hat an der Auflage kaum
etwas verändert. Die vielen positiven Leserzuschriften (nur eine negative)
haben aber immerhin die 911-Story ermöglicht. Auf die Dauer haben solche
Artikel aber nur eine Chance, wenn es auch eine Nachfrage gibt. Das ist ja das
Schöne an der Marktwirtschaft: Unternehmen, die nicht vom Staat abhängen,
überleben nur, wenn sie die Bedürfnisse der Bürger befriedigen. Wenn aber ein
Verlag merkt, daß mit den üblichen Mainstream-Geschichten genauso viel Auflage
zu machen ist, wie mit kritischeren Geschichten, macht es gar keinen Sinn so
ein hohes Risiko einzugehen.
Was viele übersehen: Es ist
gar nicht notwendigerweise eine große Medienverschwörung nötig, damit solche
kritischen Geschichten nicht kommen, gerade bei Großereignissen. Jeder hat
nämlich Angst sich mit den nächsten Hitler-Tagebüchern zu blamieren. Der Alltag
in einer Redaktion läuft so: In der Redaktionskonferenz werden die Geschichten
vorgeschlagen und sofort von der Runde kritisiert. Da hat jeder Angst, sich zu
blamieren. Und gerade so unglaubliche Geschichten wie Klimaschwindel oder 911
haben es da schwer. Es kommt sofort die Kritik: So ein Quatsch, sowas würde
doch sofort rauskommen, zu viele Mitwisser usw… Erst wer sich jahrelang damit
beschäftigt, kommt irgendwann zu der Überzeugung, daß da etwas nicht stimmt.
Diese Zeit haben die Chefredakteure gar nicht.
Ich habe das Thema viele
tausend Stunden lang recherchiert und auch jedem meiner Kollegen davon
erzählt. Ich gelte aber in der Redaktion deshalb als „Spinner“ (wörtliches
Zitat von der Focus Weihnachtsfeier). Die meisten Kollegen glauben mir nicht,
obwohl ihnen keiner befohlen hat, die offizielle Verschwörungstheorie zu
schlucken. Nun liegt es zufällig in meinem Charakter, daß es mir egal ist, ob
mich andere für verrückt halten, solange es nicht mein Hausarzt ist. Den
meisten Redakteuren ist es aber nicht egal, was der Chef von ihnen hält.
Genau deshalb ist es
wichtig, daß sich solche Geschichten auch verkaufen. Denn wenn ein
Chefredakteur schon einmal das Risiko eingeht, sich und das Blatt in Verruf zu
bringen, und dann interessiert es die Leser nicht mal, dann läßt er es eben
ganz. Ich möchte mich auch bei jedem alternativen Medium bedanken, das diesen
Artikel hier verlinkt. Manche lehnten das bei der Klimagate-Story mit der kruden
Begründung ab, das wäre ja Werbung für Focus Money. Da beschwert man
sich also jahrelang, daß die Mainstream-Medien nichts bringen und wenn es dann
soweit ist, wird es ignoriert.
Es ist in erster Linie
Werbung für die alternativen Medien, die das schon immer gesagt haben. Damit
steigt doch die Glaubwürdigkeit dieser Medien. Die Gewinn- und Verlust-Rechnung
von Focus tangiert das nicht, ob sich dieses eine Heft mehr oder weniger
verkauft. Aber es könnte Druck aufbauen, öfter mal über den Tellerrand
hinauszusehen. Also schwingt euch auf und legt mal 3,20 Euro für die Wahrheit
hin, statt sich immer nur zu beschweren und schreibt dann auch Leserbriefe. Die
werden alle gelesen!“
„Was ist passiert? Am 19.
November tauchte auf dem relativ unbedeutenden Klima-Skeptiker-Blog „Air Vent“
ein Hinweis auf einen Link zu einem russischen Server auf. Auf dem Server waren
Dateien zu finden, die Unbekannte vom Server der Climate Research Unit der
University of East Anglia kopiert hatten. Über 3000 interne E-Mails und 72
Dateien fanden sich plötzlich öffentlich zugänglich im Internet wieder. Schnell
war von einem Hackerangriff die Rede. Der eigentliche Skandal ist aber nicht
der Datenklau, sondern der Inhalt der E-Mails, deren Authentizität der Direktor
des Instituts, Phil Jones, inzwischen bestätigt hat. Er ist zwischenzeitlich
von seinem Amt zurückgetreten.
Manipulation und Ausgrenzung
In
den E-Mails unterhalten sich prominente Klimaforscher darüber, wie sie mit
Kritikern umgehen, wie Datensätze so verändert werden, daß sie zur offiziellen
Theorie passen, und wie kritische Journalisten boykottiert werden sollen. Ein Aufschrei ging
daraufhin durch die angelsächsische Presse. Der Leitartikel in der „Washington
Times“ stellte unter der Überschrift „Die Vertuschung der globalen Abkühlung“
fest: „Die Klimagate-Enthüllungen haben einen beispiellosen koordinierten
Versuch von Akademikern aufgedeckt, Forschungsergebnisse für politische Zwecke
zu verzerren.“ Der Starblogger James Delingpole vom britischen „Daily
Telegraph“ jubelte: „This is our Berlin Wall Moment!“ Er meinte damit die Mauer
des Schweigens, die kritische Beobachter umgab. „Vor Climategate wurden wir
Skeptiker als Freaks verspottet – fast so schlimm wie Holocaust-Leugner ...
Plötzlich sind wir die Norm“, freut er sich. Siegessicher fügt Delingpole
hinzu: „Niemand kann uns jetzt mehr stoppen.““
Obwohl dieser Skandal um manipulierte Daten gerade rechtzeitig zum
„Weltklimagipfel“ in Kopenhagen öffentlich wurde, ließ sich BRD-Kanzlerin und
Physikerin Angela Merkel nicht davon abhalten, sich auf diesem Gipfel als
Oberklimaschützerin in den Vordergrund zu schieben. So verkündete sie zum
Abschluß des Gipfels: "Kopenhagen ist ein erster Schritt hin zu
einer neuen Weltklimaordnung, nicht mehr, aber auch nicht weniger". Und je mehr eine „Ordnung“ den natürlichen und
vernunftmäßigen Interessen der Menschen zuwiderläuft, desto diktatorischer muß
sie durchgesetzt werden:
„Die Kanzlerin setzt sich weiterhin für die Schaffung einer Klimaagentur
unter dem Dach der Vereinten Nationen ein. Eine UN-Klimaagentur sollte
kontrollieren, ob die Klimaschutzverpflichtungen eingehalten werden. Vorstellbar
sei eine Agentur, die „genauso kraftvoll ist, wie das zum Beispiel die
Ernährungsorganisation FAO oder die Weltgesundheitsorganisation ist“.“1
Wie
diktatorisch (Neusprech: kraftvoll) die WHO sich durchzusetzen vermag, wurde
letztes Jahr mit der Schweinegrippe demonstriert, als die WHO-Spitze die
Kriterien für eine Pandemie aufweichte, um sogleich ohne wirkliche Veranlassung
die höchste Pandemiestufe 6 auszurufen. Mit diesem Akt wurden weltweit die
nationalen Pandemiepläne in Kraft gesetzt, die es z.B. in der BRD ermöglichen,
die „Grundrechte“ außer Kraft zu setzen und ggf. zu Zwangsimpfungen und
Quarantänemaßnahmen zu greifen. Die Merkel’sche Weltklimaordnung soll
wohl begrifflich die Neue Weltordnung der Plutokraten ablösen, über die
schon allzuviel Negatives geschrieben wurde. Und natürlich bedarf eine
„Ordnung“, bei der die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer gemacht
werden sollen, der ständigen Kontrolle – nicht etwa durch die Armen,
sondern durch die Organisationsstrukturen der Reichen.
Hier
geht es auch wieder nur vordergründig um Geld. Dem übergeordnet ist die weitere
Aufweichung nationaler Souveränität durch unsinnige Abkommen, deren Einhaltung
eine ständige Kontrolle durch weltweit ausgedehnte Institutionen erforderlich
machen. Dem übergeordnet ist die Aufblähung der Masse überflüssiger „Jobs“, die
nur dadurch entstehen, daß bestehende Bauten und funktionierende technische
Systeme saniert, verändert, verschrottet und kostspielig an überflüssige
Gesetze angepaßt werden müssen (Subventionen der Bau-, Heizungs-,
Energiebranche). Neue Steuern, als Klimaabgaben getarnt, müssen von
Arbeitnehmern und Unternehmen aufgebracht werden.
Wenn aber jetzt solche Verschwörungen
– denn als was soll man es sonst bezeichnen? – schon in den am Kiosk
erhältlichen Medien zur Sprache kommen, so besteht noch Hoffnung auf eine
Kehrtwendung derer, die bisher im guten Glauben die Lügner unterstützt haben.
Vielleicht werden auch diejenigen, die uns bisher für Spinner gehalten haben,
nun anfangen, uns zuzuhören – versuchen wir es einfach!