Quantenphysik, Freie Energie usw.

B. Ullrich

Das Doppelspaltexperiment

Photonen werden auf eine Wand geschossen. Jedes Photon landet auf einem anderen Platz, obwohl sie unter gleichen Bedingungen auf die gleiche Stelle geschossen werden. Das Licht verhält sich anders als z.B. Pistolenkugeln. Wo ein Photon landen wird, läßt sich nicht vorhersagen.

Dann nimmt man eine Trennwand mit 2 Schlitzen, die einzeln abgedeckt werden können. Wenn man die Trennwand mit einem geöffneten Schlitz davorschiebt, so erscheinen die Teilchen auf der Hinterwand über einen schmalen Spalt gestreut. Wenn man jedoch beide Schlitze öffnet, verhalten sie sich komplett anders als bei nur einem Spalt. Es gibt plötzlich Stellen, die gemieden werden und andere Stellen, wo sie gehäuft eintreffen. Es gibt auf der Wand dahinter keine 2 Spalten mit Photonen, sondern 5 Spalten, mit blanken Stellen dazwischen.

Wenn man die Anzahl der Treffer zählt und die Verteilung grafisch darstellt, so ergibt sich ein Wellenmuster. In der Mitte ist der Wellenberg am höchsten, die Randwellenberge sind niedriger.

 

Wenn man dieses Doppelspaltexperiment mit Wasserwellen macht, also eine Wasserwelle durch die Doppelspaltwand laufen läßt, so bildet sich hinter jedem Spalt eine neue Welle, so daß wir nun 2 Wellen haben. Treffen nun 2 Wellenberge aufeinander, so addieren sie sich und werden größer, das gleiche mit 2 Wellentälern. Trifft aber ein Wellenberg auf ein Wellental, so heben sie sich gegenseitig auf.

Das Überlagerungs- oder Interferenzmuster der Wasserwellen gleicht dem Muster der Wellen, das von den Photonen auf der Wand gebildet wird, so daß es nahe liegt, die Ausbreitung von Licht mit einer Welle zu erklären, obwohl es sich nach anderer Wahrnehmung um Teilchen handelt. In der Physik ist eine Welle aber nichts Materielles, sondern eine mathematische Beschreibung physikalischer Vorgänge. Hier im Experiment gibt die Welle die Wahrscheinlichkeit an, mit der ein Photon auf einer bestimmten Stelle der Wand landet. Wo genau das einzelne Photon landet, ist aber „Zufall“. Das uns bekannte Prinzip von Ursache und Wirkung gilt hier nicht.

Um die Frage zu beantworten, ob ein einzelnes Photon zugleich durch beide Spalten gehen kann, wird eine Messung vorgenommen. Bei der Messung erweist sich, daß ein Photon jeweils nur durch einen Spalt gehen kann – wenn man mißt. Das heißt, niemand weiß, ob sich das Photon nicht anders verhält, wenn nicht gemessen /beobachtet wird. Der Aufenthaltsort eines Objektes ist also so lange unbestimmt, bis er gemessen wird – ein für die Physik ebenfalls neues Phänomen.

Das ungewöhnlichste aber ist, daß sich die Photonen durch die Messung anders verhalten als zuvor ohne Messung.

Verteilten sich vorher die unbeobachteten Photonen hinter den Doppelschlitzen auf 5 Spalten (Wellenberge), so waren es jetzt nur noch 2 Spalten, also wie man es von Materieteilchen am ehesten erwarten würde.

Dieses Experiment wurde auch mit größeren Teilchen, mit „normaler Materie“, durchgeführt, wobei man feststellen konnte, daß auch diese Materieteilchen einen Wellencharakter hatten – wenn sie nicht beobachtet bzw. gemessen wurden.

Die Feststellung, daß sich beobachtete Materieteilchen anders verhalten, als unbeobachtete, stellt unser mechanistisch-statisches Weltbild auf den Kopf. Schließlich gehen wir normalerweise davon aus, daß es eine Welt gibt, die unabhängig von uns bzw. unserer Wahrnehmung existiert.

Diese für die Quantenphysik grundlegenden Experimente wurden in einem Vakuum durchgeführt. In der uns umgebenden Natur kommt aber ein solches Vakuum nicht vor, so daß ein Teilchen normalerweise ständig mit anderen Teilchen zusammenstößt, also quasi gemessen bzw. beobachtet wird. Deshalb merken wir von der Unbestimmtheit der Materie nichts und nehmen die uns umgebende Materie als Wirklichkeit wahr.

Die Nullpunkt-Energie („Freie Energie“)

Das von dem deutschen Physiker Werner Heisenberg entwickelte Unschärfeprinzip beinhaltet, daß alle Teilchen andauernd in Bewegung sind und nie vollständig zur Ruhe kommen. Wenn man den genauen Ort eines Teilchens bestimmen kann, kann man nicht zugleich seine Geschwindigkeit bestimmen. Kann man aber sagen, wie schnell es sich bewegt, so ist es nicht zugleich einem bestimmten Ort zuzuordnen. Die grundlegende Substruktur unseres Universums besteht aus einem Meer von Quantenfeldern, in denen subatomare Teilchen zwischen der materiellen Welt und dem substanzlosen Energiemeer hin und her wechseln. Die durch die Wechselwirkung der Elementarteilchen entstehende Energiemenge wird von den Physikern auch als Nullpunkt-Feld oder Nullpunkt-Energie bezeichnet, weil die Energie auch bei Temperaturen unter dem absoluten Nullpunkt (-273 °C) noch nachweisbar ist. „Das Nullpunkt-Feld ist die Quelle aller Felder, aller grundlegenden Energiezustände und aller virtuellen Partikel – ein Feld der Felder.“1 Dieses unerschöpfliche Feld anzuzapfen ist auch der Wunsch derer, die sich mit sog. Freier Energie beschäftigen. Einerseits versorgt das Nullpunkt-Feld alle Teilchen mit der Energie, die sie benötigen, um auf ihren Umlaufbahnen zu bleiben, was die Stabilität der Materie sichert. Andererseits wird das Nullpunkt-Feld durch die Bewegungen aller vorhandenen Partikel erzeugt, „was einer Art sich selbst generierender Rückkoppelungsschleife entspricht, die sich über den gesamten Kosmos erstreckt.“2

„Als Verkünder oder Träger aller Wellenlängen und Frequenzen ist das Nullpunkt-Feld eine Art zeitloser Schatten des Universums, ein Spiegelbild oder „Fingerabdruck“ von allem, was je existiert hat.“3

Der praktische Nutzen

Das Phänomen, daß der Beobachter kraft seines Bewußtseins auf der Quantenebene Realität verändert oder neu schafft, kann man sich zur Gestaltung seiner Lebensumstände nutzbar machen, zum Beispiel in der Medizin. Der amerikanische Chiropraktiker und Naturheilkundler Dr. Richard Bartlett entwickelte Ende der 90er Jahre nach einschneidenden Erlebnissen die sog. Zwei-Punkt-Methode, auch Matrix Energetics-Methode genannt. Seiner Aussage nach befinden sich die Ergebnisse dieser Anwendung

in Übereinstimmung mit den Grundlagen der Energiephysik und der Quanten-Physik, der Superstring-Theorie und Sheldrake's Morphogenetischen Feldern. Sie kann eingesetzt werden, um körperliche und seelische Beschwerden positiv zu beeinflussen und sogar um das Leben auf jede nur vorstellbare Art zu verändern. Es geht dabei im Wesentlichen um die Veränderung von begrenzenden Gedanken und Einstellungen in Bezug auf Gesundheit und Krankheit – und um die Veränderung unserer „selbstverständlichen“ Annahmen, darüber, wie die Welt und die uns umgebende „Wirklichkeit“ funktioniert.“

Die Anwendung ist einfach und für jeden leicht lernbar. Davon ausgehend, daß alles in unserer Welt – auch der Mensch – auf Quantenebene nichts anderes ist als „Licht und Information“, bringt der Anwender mit seinen Händen 2 Punkte am Patienten miteinander in Verbindung, indem er sein Bewußtsein als „Beobachter“ mit ins Spiel bringt. Alles, was ist, hat ein Quantenfeld um sich herum, auch unter dem Begriff „morphogenetisches Feld“ bekannt. Der erste Punkt am Patienten steht für das Problem, das er hat, der zweite Punkt für die Lösung. Durch die zielgerichtete Aufmerksamkeit (Geisteskraft) des Anwenders werden die Quantenwellen beider (gedachter) Punkte so zusammengeführt, daß sie miteinander kollabieren, was beim Patienten oft dazu führt, daß er von der dabei neu entstehenden Welle „umgeworfen“ wird - ein sehr angenehmes Gefühl, wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen möchte!

Die gezielte Einsetzung unseres Bewußtseins, oder der Macht unserer Gedanken, kann uns helfen, unsere politischen Vorstellungen besser zu verwirklichen, als dies mit den herkömmlichen Methoden möglich ist.

Das Wissen um die Formatierung der Materie, um die Erschaffung dessen, was wir als Realität bezeichnen, ist uralt, wurde aber bisher vor dem „profanen“ Menschen verborgen und nur an Eingeweihte weitergegeben. Durch die Aufspaltung des alten Weistums in zahlreiche „Wissenschaften“ gelang es den Herrschenden, uns „aufgeklärten, realistischen“ Menschen einzureden, daß alles eines „Beweises“ bedarf – ansonsten sei es Religion und Aberglaube. Was ein Beweis ist, bestimmen natürlich diejenigen, die definieren, was „Wissenschaft“ ist. Daß der Beobachter bzw. dessen Bewußtsein oder Erwartungshaltung eine entscheidende Rolle für den Ausgang von Experimenten und Studien spielen kann, wurde bisher weitgehend ignoriert.

Die Quantenphysik hat nun diese Trennung zwischen uraltem Wissen und moderner Wissenschaft aufgehoben und uns den Weg freigemacht, auch ohne „Einweihung“ zu Erkenntnissen über die Gestaltung unserer Realität zu kommen und diese für unser Leben zu nutzen.

1 Lynne McTaggart „Das Nullpunkt-Feld“ S. 48

2 wie vor, S. 51

3 wie vor, S. 53