Herbstzeit – Grippeimpf-Propagandazeit

B. Ullrich

In der Ärzte Zeitung vom 08.09.2008 wird angekündigt: „Nordrhein-Westfalen startet große Impfkampagne - Durchimpfungsraten sollen erhöht werden.“ Der September wurde zum „Monat des Impfens" erklärt. Ein zentrales Element der Kampagne ist eine Plakataktion mit vier verschiedenen Motiven, die den Betrachter aufrütteln sollen – sicher ein Resultat der sog. „Furchtappellforschung/ Prävention durch Angst“, über die wir im Heft 9/10-2007 unter dem Titel „Moderne Propaganda“ berichtet haben. Heraufbeschworen werden auf personenabbildenden Plakaten die Gefahren, die Nichtgeimpften drohen: „Geistig behindert durch Masern, unfruchtbar durch Mumps, Witwe durch Grippe und blind durch Röteln" lauten die drastischen Botschaften. Darüber hinaus ist ein Impfmobil in zehn nordrhein-westfälischen Städten unterwegs. Für die Kampagne gibt das Ministerium rund 250.000 Euro aus.

Der Trick mit den hohen Todeszahlen bei Grippeerkrankungen besteht darin, in der WHO-Klassifizierung Grippe und Pneumonie (=Lungenentzündung) in einer gemeinsamen Gruppe zusammenzufassen, welche die Ziffern J 09 – J 18 umfaßt. Das sieht dann so aus: J 09-J 18 Grippe und Pneumonie 21.883 Tote im Jahre 2007. Schaut man sich die Untergruppen von J 09-J 18 genauer an, so geht die Grippe bis J 11.8 und der ganze Rest an Untergruppen zwischen J 12 und J 18 umfaßt die verschiedenen, von der Schulmedizin geglaubten Ursachen von Pneumonie / Lungenentzündung. Die Pneumonie wird von allen Infek­tionskrankheiten als die mit den meisten Todesfällen klassifiziert. Die Todes­ursache Grippe durch nachgewiesene Influenzaviren, mit und ohne Pneumonie, wird gerade mal für 14 Personen im Jahr 2007 angegeben – eine denkbar schlechte Werbung für die sog. Grippeimpfung! 21.784 Todesfälle werden der Pneumonie zugeordnet, gegen die also eigentlich eine sog. Grippeimpfung empfohlen wird. Dabei wird so getan, als sei die Lungenentzündung eine häu­fige Komplikation einer Influenza und keine eigenständige Krankheit.

Eine Lungenentzündung kann gemäß WHO Klassifikation viele verschiedene Ursachen haben, sie wird auch als Komplikation anderer Infektionskrankheiten aufgezählt, gegen die man Kinder impfen soll. Prof. Burkhard Schneeweiß, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates von Aktionskreis Impfschutz e.V., erklärt uns die hohe „Sterblichkeitsrate“ bei Influenza wie folgt: „Wäh­rend einer größeren Influenza-Welle, die in der Herbst-Winter-Saison (Novem­ber bis März) etwa alle zwei bis drei Jahre auftritt, beläuft sich allein in Deutschland die sog. Übersterblichkeit, das ist die Zahl der über dem üblichen Durchschnitt liegenden Todesfälle, auf 10.000 bis 20.000. Die Influenza gehört damit derzeit zu den am meisten verbreiteten Virusinfektionen mit der höchsten Zahl von Todesopfern.“

Man nehme die Sterblichkeitsrate der Monate April bis Oktober, addiere die Zahlen, teile sie durch die Anzahl der Monate und vergleiche den so erzielten Durchschnittswert mit den auf gleiche Weise ermittelten Zahlen der Monate November bis März. Die so ermittelte Übersterblichkeit der Wintermonate müssen nach schulmedizinischer Logik auf die Grippe, und zwar die Virus­grippe (Influenza) zurückzuführen sein! Streng wissenschaftlich, versteht sich!

Noch wissenschaftlicher ist die Kaffeesatzmethode, nach der jedes Jahr von den Experten der global sich für zuständig erklärt habenden WHO (Weltgesundheitsorganisation) orakelt wird, gegen welche Virusmutante wohl in der kommenden „Influenzasaison“ geimpft werden muß. Schließlich braucht es einen monatelangen Vorlauf, um das gute Zeug in Hühnereiern auszubrüten und zusammen mit Immunreaktionserzeugemitteln (z.B. dem beliebten Aluminiumhydroxid) auf Spritzen zu ziehen.

Wer das Zweite Biologische Naturgesetz der Germanischen Neuen Medizin® von der „Zweiphasigkeit aller Erkrankungen[1]“ kennt, der weiß, daß „heiße Krankheiten“ mit Fieber und Entzündungen immer Heilungsphasen sind, die jedoch auch Komplikationen machen können (insbesondere, wenn sie schulme­dizinisch falsch behandelt werden!). Der läßt sich auch keine Angst einjagen, sondern greift allenfalls zu bewährten Hausmittelchen, um die Unannehmlich­keiten zu dämpfen und bleibt ansonsten im Bett, bis der Körper sich erholt und repariert hat.

Wieviel Sinn macht eine „Impfung gegen Heilungsphasensymptome“ ......?

 

In der Druckausgabe folgt hierauf der Artikel: Wie wird eigentlich ein Impfstoff hergestellt?

 

 

 



[1] Alle Erkrankungen verlaufen zweiphasig, sofern eine Lösung des verursa­chenden Konfliktes erfolgt. Vor der Konfliktlösung ist der Patient mehr oder weniger im Dauerstreß, von dem der Körper sich nach Lösung des Konfliktes erholen muß. Eine Lungenentzündung tritt nach Dr. Hamer in der Heilungspha­se nach einem gelösten, heftigen Revierangstkonflikt auf, der organisch auf die Bronchien schlägt.