Wer steckt hier in der Krise?
R. Dürr
Als im Spätsommer/Herbst
2008 der erstaunten Öffentlichkeit die sogenannte „Finanz- und
Weltwirtschaftskrise" mitgeteilt wurde, konnte man Interessantes beobachten.
Die Medien arbeiteten tagaus und tagein, Stunde um Stunde, mit einem
Trommelfeuer, gemischt aus Angstmacherei vor der „Weltwirtschaftskrise"
und gleichzeitigem Hoffnungsschüren in die Kraft der Politik und die
internationalen „Institutionen", diese „globale Bedrohung" zu
meistern.
Mit sehr pointierten, aber
substanzlosen Erklärungen, wie z.B.„Schuld sind die Spekulanten - die Blase ist
geplatzt - Unsummen wurden versenkt - das Geld könnte auch auf dem Mond
sein" usw. wurden wir monatelang phantasievoll unterhalten und an der Nase
herumgeführt.
Da das angeblich „verschwundene" Geld aber weder von
Satelliten auf dem Mond noch von U- Booten auf dem Meeresgrund geortet wurde,
ja, auch keine konkreten Hinweise von „Finanzexperten" auf Fragmente einer
geplatzten „Blase" gegeben wurden, als auch die Justiz es unterließ, nach
den vorgeblich anonymen Spekulanten zu fahnden, mußten neue abstrakte
Erklärungsmodelle herhalten.
Eine der zahlreichen nun propagierten, einfältigen Krisen-Theorien
stammt vom österreichischen Wirtschaftsprofessor Fritz Preuss. Seine Erklärung
lautet: Die „Krise" sei ein „simultanes Ereignis weltweit".
Um uns angesichts des immer unheimlicher dargestellten
Krisen-Gespenstes zu beruhigen, weiters uns vor der drohenden Katastrophe einer
gänzlichen Verarmung zu schützen, handelte die Regierung entschlossen. - So
wurde uns erklärt.
Tatsächlich dürfte die Österreich-Sektion der internationalen
Bankster auch hier die Fäden gezogen haben und den dummokratischen Politikern
ein Angebot unterbreitet haben, das diese nicht ablehnen konnten.
Dieses Angebot dürfte in etwa so gelautet haben: Ihr vergeßt
unsere bisherigen Gaunereien und übernehmt mit dem gesamten Volksvermögen die
Haftung. Dafür versorgen wir uns im Gegenzug mit frischen Blüten und finanzieren
weiter euren Schuldenkrempel. Wenn ihr aber nicht wollt, gehen wir halt
Bankrott und reißen euer ganzes Schuldensystem mit hinunter. Wenn die Leute
dann merken, was ihr ihnen jahrzehntelang vorgespielt habt, jagen sie euch
innerhalb von Stunden mit Prügel und Hacke aus dem Parlament.
Schnell übernahm die Regierung angesichts solcher Alternativen die
Haftung für all die auf dem Papier stehenden, dubios „verschwundenen"
Unsummen der Banken und auch für die neu gedruckten Blüten, ohne auch nur
einmal zu Fragen, wohin diese Werte eigentlich verschoben wurden.
Mit dieser Chuzpe wurde unsere volkswirtschaftliche Leistungskraft
der Verfügungsgewalt internationaler Bankster übertragen, ohne daß sich
irgendwo ernstlich Widerstand aufbaute. So funktioniert Verbanklichung des
Staates.
Vor diesem Hintergrund der Verbanklichung des Staates bekommt nun
der seit geraumer Zeit immer häufiger fallende Begriff
„Gewährleistungsstaat" seinen Sinn. Die zur Wahl hingestellten sogenannten
„Volksverteter" gewährleisten den Bankstern auf jeden von uns den vollen
Zugriff.
Die Menschen wären ziemlich schockiert, wüßten sie, wieviel von
dem, was sie täglich mit ihren Augen sehen, alles schon den Bankstern gehört.
Nun aber erfolgt auch der Zugriff auf Grund und Boden, also
auf die Existenz und Lebensgrundlage des Volkes, indem die Bauern
wirtschaftlich liquidiert und auf die Börse getrieben werden. Denn: "Die
Agrarmärkte sind Finanzmärkte geworden, und die Spekulanten sind auf der Suche
nach massiv unterbewerteten Investments, um diese dann entsprechend nach oben
zu handeln" („Blick ins Land“ 10/09).
Somit scheint klar, welch „simultanes Ereignis weltweit" sich
da abzeichnet: Das Rückfluten der von uns zwangsweise gewährleisteten fiktiven
Geld-,,Werte" in die Real-Werte, die jeder Mensch für das tägliche
Überleben braucht.
Wenn Grund und Boden nun mit Hilfe der Dummokraten mehr und mehr
in die Hände der Bankster gelangt, dann werden wir sehen, wer am Ende in der
Krise steckt.
Noch ist es Zeit zu handeln, anstatt an nutzlose, ja schädliche
Dummokraten seine Stimme zu vergeuden. Dummokraten wählen?
Sagen Sie Nein!