Der Zweck von Geldblasen und
Staatsschulden
B. Ullrich
Die Grundfunktion von Geld
ohne eigenen Warenwert ist die einer Brücke zwischen Leistung und
Gegenleistung. Wo diese beiden Werte nicht direkt gegeneinander getauscht
werden können, beginnt die Funktion von „Nominalgeld“, wie Papiergeld oder
Giralgeld, als Verrechnungseinheit für Leistung und Kaufkraft. Jemand, der Geld
hat, verfügt somit über Kaufkraft. Er kann also sein Geld in eine entsprechende
Menge Sachwerte eintauschen. Jemand, der viel, sehr viel Geld hat, der kann
dieses benutzen, um noch mehr Geld daraus zu „machen“, was er zwangsläufig
anderen abnehmen muß. Den Umweg übers Geldwegnehmen kann er sich aber auch
sparen, indem er direkt Kaufkraft in Sachwerte eintauscht. Und genau dieses ist
der tiefere Sinn von Geldblasen, also von aufgebauschten Geldmengen, denen
keine echte Leistung gegenübersteht – es sei denn, man bezeichnet das Abzocken
vertrauensseliger Menschenmassen als „Leistung“.
Spezialisten auf dem Gebiet
des „Geldmachens“ sind insbesondere die Gewinner der sog. Finanzkrise, deren
offizieller Startschuß im Sommer 2007 fiel. Nach dem Platzen der
Immobilienblase investieren sie nun ihre Gewinne in den Rohstoffmarkt. Darüber
berichtete die deutsche Weltnetzausgabe der Financial Times am 31.07.2010 unter
dem Titel „Rohstoff-Roulette – wie Investmentbanken die Preise manipulieren“.
Diese Geldhäuser, wie Goldman Sachs, JP Morgan und Stanley,
„haben das Geschäft mit Metallen, Öl und Strom für
sich entdeckt. Sie steigen in den physischen Handel ein, sichern sich Tanker,
Lagerstätten und Kraftwerke. Durch diese Marktmacht verknappen sie das Angebot
und treiben die Preise hoch.... Allein der Wall-Street-Gigant Goldman Sachs hat inzwischen physische
Rohstoffe im Wert von mehr als drei Mrd. $ unter Kontrolle.“
Durch die Übernahme eines
Lagerhausbetreibers oder einer Tankerflotte sind diese Investmentbanken in der
Lage, Rohstoffe, Getreide oder Öl einzukaufen, wenn der Preis niedrig ist, die
Ware zwischenzulagern und sie erst auf den Markt zu werfen, wenn der Preis
durch die – selbst erzeugte – Knappheit gestiegen ist. Für
Industrieunternehmen, die auf einen im voraus kalkulierbaren Rohstoffpreis
angewiesen sind, können solche Machenschaften existenzbedrohend werden. Und die
Bank gewinnt immer - wie immer...
„Den Banken erschließt das
Geschäft mit Öl, Kupfer, Aluminium oder Weizen und Kakao gleich eine ganze
Reihe lukrativer Ertragsquellen. Schließlich bieten die Häuser ihren Kunden
traditionell auch Absicherungsgeschäfte gegen Preisschwankungen an. Die Ironie:
Es sind die Banken selbst, die durch ihre Spekulationsgeschäfte die Preise
immer schwankungsanfälliger machen. Zudem legen die Institute Finanzprodukte
auf Gold, Kupfer, Öl oder Weizen und Soja auf. Damit locken sie Profis, aber
auch Kleinanleger und verdienen an den Provisionen.“
Die Pensions- und
Investmentfonds sowie die Kleinanleger treiben dann durch den Ankauf von
Rohstoff-„Finanzprodukten“ die Preise für die Rohstoffe weiter in die Höhe. Da
jedoch keine echte Nachfrage nach Rohstoffen stattfindet, entwickelt
sich hier vermutlich die nächste „Blase“. Sobald die großen Spieler ihre
Anteile auf den Markt werfen, den Gewinn einsacken und das Spielfeld räumen,
fallen die Preise dann ins Bodenlose, womit die nächste Spielrunde, der nächste
Dummenfang, beginnen kann.
„Goldman Sachs ist eine der
Banken, die in der Vergangenheit stets von platzenden Blasen profitierten. Wie
kein anderes Haus läuft der Finanzriese den Märkten voraus, sammelt Geld,
Wissen und Erfahrung – und steigt dann als Erster aus. Auch im Rohstoffmarkt
waren die Goldmänner der erste große Finanzakteur.“
Der Drehtüreffekt zwischen US-Regierung und
„Goldmännern“ ist bekannt, so daß man sich nicht wundern muß, wenn die Politik
diesem munteren Treiben tatenlos zuschaut.
Zwei der sechs größten
Lagerhausbetreiber sind in der Hand von Banken: Metro International gehört zu
Goldman Sachs, Henry Bath zu JP Morgan. Die Lagerung von Rohstoffen ist nur der
Anfang der Gelddruckmaschine:
"Die Investmentbanken
steigen überall dort ein, wo sich durch Preisdifferenzen lukrative
Geschäftsgelegenheiten ergeben", sagt Alfred Evans, Chef des
Vermögensverwalters Islan Asset Management. "Sie nehmen immer weitere
Teile der Wertschöpfungskette ins Visier."
Konsequentes Vorgehen
Schon seit Jahren weisen wir
immer wieder darauf hin, daß die Plutokraten dabei sind, gut getarnt
hinter vorgeschobenen Fonds, Konzernen und Banken, unterstützt von Lobbyisten,
Politikern, Korrupten, Kriminellen und Raffgierigen aller Art, sich alle
Sachwerte der Erde anzueignen.
Alle dabei angewandten
Methoden – Finanzkonstrukte, Cross-Border-Leasing-Geschäfte,
Börsenspekulationen, Staatsschuldenvermehrung – dienen nur dem einen und
einzigen Zweck, die Weltherrschaft durch Inbesitznahme aller Sachwerte,
einschließlich Boden, Wasser, Luft und Nahrungsmittel, zu erlangen und zu
sichern!
Dazu schrieb Gerrit Ullrich
vor 7 Jahren:
Wie das Ziel
aussieht?
Um dieses zu erkennen, ist
es doch völlig ausreichend, die gesamten politischen Globalisierungsabläufe
bzw. das, was sich politisch in den letzten 15 Jahren abgespielt hat, nur
einfach zusammenzufassen. Und schon wird die damit verfolgte Absicht deutlich. So
wird als das Neue an der „Neuen Weltordnung“ nicht etwa die kapitalistische
Ordnung an sich in Frage gestellt oder gar beseitigt, sondern das Neue an der
in Arbeit befindlichen Weltordnung ist einzig, daß die uralte kapitalistische
Ordnung auf die gesamte Welt ausgedehnt wird, angereichert um diejenigen
Verfahren der Überwachung und Steuerung, die heute „Stand der Technik“ sind.
Findet unter dem Begriff der
„Globalisierung“ bisher eine massive Konzentration aller privatwirtschaftlichen
Unternehmen zu Mega-Konzernen statt, so kaufen bzw. leasen die gleichen, in
deren Namen und auf deren Einfluß hin auch die Globalisierung stattfindet, die
Teile aus dem staatlichen Besitz, die zur Versorgung der Menschen, die in den
Mega-Konzernen oder in mit ihnen verschachtelten Unternehmen arbeiten, benötigt
werden. Einzig die dann bis auf ein Gerippe ausgehöhlten sozialen Einrichtungen
wird der Staat wohl behalten dürfen. Begleitet werden diese wirtschaftlichen
Entwicklungen von einer faktischen Auflösung aller Völker.
Fügt man nun die
Mega-Unternehmen und die „geleasten“ Versorgungseinrichtungen nebst der längst
in Privatbesitz befindlichen Unterhaltungsindustrie zusammen, so befinden sich
alle Komponenten in einer Hand, die dazu benötigt werden, völlig eigenständige
Lebensgemeinschaften aus allen davon abhängigen und damit zugehörigen
Menschen zu bilden. Nur ist dies dann kein Volk mehr, ja selbst die
Nationalstaaten, die sich in ihrer alten Form, allein schon zur
Schuldenbefreiung, dem weltweit gleichgeschalteten Konkursverfahren werden
anschließen müssen und in der Folge dann zu einer UNO-Filiale umstrukturiert
werden, kommen nur noch als Sammelbecken der ausgeschlossenen Sozialfälle vor.
Wir haben es dann mit einer, die vormaligen Völker ablösenden, Statt-dessen-Organisation
zu tun, deren gesamte Regeln und Gesetze, deren gesamte Ordnung, dann nur noch
von denen bestimmt und vorgegeben wird, die sich als Verwalter oder gar als
(durch ihre Betrügerqualität geadelte) Eigentümer der neuen Gesellschaft
präsentieren.
Jedem Händler-Plutokraten
seine Gesellschaft, jedem Händler-Plutokraten sein „Königreich“. Die
„Königreiche“ der Händler-Plutokraten, die dann ihre Welt in ihrer
Demokratie beherrschen, in der nur das Volk, der Mensch und die Natur nicht
mehr vorkommen, in der die, die einst als Menschen auf dieser Erde geboren
wurden, um auf ihr zu leben, nur noch die Lücken zwischen Maschinen schließen,
um auf deren Niveau zu vegetieren. Und sollte einmal die Weltbevölkerung als zu
umfangreich eingeschätzt werden, so lagert das zur Anpassung nötige
Epidemie-Mittel mit Sicherheit bereits heute in den Laborschränken. Nur müssen
dazu zunächst die „Schurken“-Staaten beseitigt werden. Als solches gelten die
Staaten, deren militärischen Mittel dazu geeignet sind, die Pläne der Händler-Plutokraten
zu gefährden.
Willkommen in
der Neuen Weltordnung. Allen endlich von allem Menschlichen befreiten Kreaturen
ein herzliches Willkommen als neue „Bürger“ in einer neuen, sicherlich auch
dann noch als „Demokratie“ verkauften Gesellschaft „ihres“ Händler-Plutokraten.
Wie Rating-Agenturen "Politik" machen
Kurz
vor einer Abstimmung im Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes
in Afghanistan im September 2005 drohte die Rating-Agentur Standard &
Poor's (S & P) der BRD offiziell, ihr das AAA-Rating zu entziehen. S &
P gehört zu 100 % zum McGraw-Hill-Konzern. Zwischen McGraw-Hill und der Familie
Bush bestehen seit 3 Generationen enge Beziehungen. Das Afghanistan-Mandat
wurde bekanntlich verlängert, das Rating blieb oben.
Die
zweite große US-Ratingagentur Moodys hat als Hauptaktionär das Holdingunternehmen
Berkshire-Hathaway des reichsten Mannes der Welt, Warren Buffet. Weitere
Großaktionäre sind Goldman Sachs und die Rothschild-Bank Barclays. (Jürgen
Roth "Gangsterwirtschaft", S. 221f)