Schleichende Entnormalisierung per Gesetz

B. Ullrich

Homophobie – was ist denn das nun wieder für ein komisches Wort?

Es ist eines dieser Kunstwörter aus der Hexenküche der Sozio-Psycho-Logenbrüder und läßt sich kaum wörtlich übersetzen, es sei denn als „Gleich-Furcht“ oder „Gleich-Angst“. Verbreitung fand der Begriff durch einen us-amerikanischen Psychoklempner namens George Weinberg, der ihn 1972 in einem Buch benutzte. Mittlerweile wird Homophobie als Wortkeule gegen alle geschwungen, die die geschlechtliche Liebe zwischen Mann und Frau für den naturgegebenen – da neues Leben hervorbringenden - Normalfall halten.

Die österreichische Weltnetzseite http://www.homophobie.at schwadroniert dazu:

Es handelt sich bei Homophobie also um eine irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende, Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen. Daraus entstehende Vorurteile und Zerrbilder, bis hin zu Ekel und Haßgefühlen, rufen wiederum Ängste und infolgedessen antihomosexuelle Aggression und Gewalt hervor. ... Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Sexismus unter den Begriff der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit gefaßt.“

Auf die Idee, daß eine Abneigung gegen als unnormal empfundene „Lebensweisen“ auf irrationaler Angst beruht, die dann auch noch zwangsläufig zu Haß und Gewalt führt, muß man erst einmal kommen. Aber die Sozialwissenschaft bringt eben ein ganz besonderes „Wissen“ hervor – nämlich das, was zur Zerstörung gewachsener, traditioneller Lebensweisen gerade nützlich und erwünscht ist. Die politische Förderung homosexueller Beziehungen und deren erzwungene Anerkennung als „gleichwertig“ ist ja auch nur eines von vielen Instrumenten zur Bevölkerungsreduzierung. Denselben Zweck verfolgen Maßnahmen wie Gender Mainstreaming, Girls Day, Frauenbeschäftigungsquotenerhöhungen, Hausfrauendiffamierung, Frühsexualisierung, Abtreibung usw.

Weil Homophobie als Keule wohl nicht ausreicht, wird gleich noch ein Wortungetüm hinterhergeschoben:

Unter Heterosexismus verstehen wir ein gesellschaftlich institutionalisiertes Denk- und Verhaltenssystem, welches Heterosexualität anderen Formen sexueller Orientierung als überlegen klassifiziert und jede nicht-heterosexuelle Form von Identität und Verhalten ablehnt und stigmatisiert. In unserer Kultur stellt Heterosexismus eine meist unreflektierte, omnipräsente Art gesellschaftlicher Umgangsform dar, in der von frühester Kindheit an alle Menschen aufwachsen und der sich kaum jemand entziehen kann.“

Diese geschraubte Beschreibung trifft ja wohl auf alles zu, was über größere Zeiträume hinweg von Menschen gleicher Art und Sitte gelebt wurde. Warum sollte das Selbstverständliche auch von denen, die es erfolgreich leben, hinterfragt werden? Den „Heterosexismus“, womit wohl die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau gemeint sein soll, und dessen naturgegebene – daher ideologiefreie - Normalität infrage zu stellen, ist nicht zuletzt ausgesprochen kinderfeindlich, womit wir wieder bei der Bevölkerungsreduzierung ankommen.

Bei dieser ganzen krank anmutenden Konstruktion scheint sich um eine Art Geheimsprache zu handeln, die Nichteingeweihten, welche weder Sozio- noch Psycho-Logistik studiert oder die Frankfurter Schule durchlaufen haben, vernunftmäßig nicht zugänglich ist. Doch leider müssen wir Außenstehende uns mit solchem geistigen Durchfall auseinandersetzen, weil er nämlich mittlerweile EU-Niveau erreicht hat und man sich dort vorgenommen hat, „Homophobie auszumerzen“! Jawohl, man will tatsächlich die „irrationale Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen“ AUSMERZEN – wie auch immer, zunächst mal mittels EU-Richtlinien!

Nachfolgend erfahren wir noch etwas genauer, wie krank wir sind, wenn wir uns nicht mit Homoerotikern, ihren Unterleibsneigungen und Lebensweisen auseinandersetzen möchten:

Homophobie ist jedoch keine phobische Störung im klinisch-psychologischen oder medizinischen Sinne, sondern – aus tiefenpsychologischer Sicht – eine meist unbewußte Angst vor der Infragestellung der eigenen Identität. Diese Angst hat hintergründig mit den Lebensrealitäten von Lesben, Schwulen, Bisexuellen nichts zu tun, sondern verweist auf die Unsicherheiten der AggressorInnen selbst.“

Die Wortwahl – AgressorInnen – läßt erahnen, was da noch auf Normalseinwollende zukommt, wenn solche Psychokonstruktionen in „Mainstream“- Politik umgesetzt werden. Hier geht es nicht mehr um irgendwelche „Antidiskriminierungsdekrete“, sondern um die Vergewaltigung der Mehrheit, ihres Denkens und Empfindens, zugunsten einer psychisch angeschlagenen Minderheit, die der ungeliebten Mehrheit eintrichtern will, daß sie therapiebedürftig sei.

Diese Zwangstherapierung der heteronormativen1 Mehrheit findet ja ohnehin schon seit geraumer Zeit statt. Eine Entschließung vom 8. Februar 1994 des Europäischen Parlaments hat die „Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in der EG“ zum Ziel, die nach und nach von den Staaten der EG umgesetzt wurde und wird. Seit Ende der Neunziger findet in der BRD eine „Aktive Antidiskriminierungspolitik zugunsten von Lesben und Schwulen“ statt, mit dem Ziel, „eine breitgetragene Bewußtseinsveränderung“ zu erzeugen, „so daß lesbische Frauen und schwule Männer als selbstbestimmte und selbstverständliche Mitglieder der Gesellschaft akzeptiert werden.“ Damit eröffnete sich ein breites Betätigungsspektrum für sozio-psycho-politologische „Fachkräfte“, das ganze wie üblich finanziert mit den Steuergeldern derer, die es zu manipulieren gilt. Einschlägige Organisationen und deren Vernetzung, Forschungen und Studien zu den andersgearteten Lebensweisen, psychosoziale Beratungsstellen, zielgruppenorientierte, mehrstufige Akzeptanzkampagnen wollten ebenso finanziell unterstützt sein wie Maßnahmen zur Gewaltprävention und Aufklärungsmaterialien für Schulen2.

Obwohl in unseren Schulen schon seit über 10 Jahren aktiv Propaganda für „unterschiedliche sexuelle Lebensweisen“ betrieben wird, wobei auch nicht davor zurückgeschreckt wird, schon Kinder im Unterricht mit sympathieheischenden Schwulen und Lesben zu konfrontieren, was maßgeblich zur sexuellen Desorientierung der Pubertierenden beiträgt, scheint die EU mit den bisher erzielten Ergebnissen nicht zufrieden zu sein. Daher wurden die Bürger der EU im Jahr 2006 mit der „Entschließung des Europäischen Parlaments zu Homophobie in Europa“ beglückt. Nachfolgend einige Auszüge:

Das Europäische Parlament,

–   unter Hinweis auf die internationalen und europäischen Menschenrechtsverpflichtungen, wie sie in der UN-Menschenrechtskonvention und der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten niedergelegt sind,

–   unter Hinweis auf die Menschenrechtsbestimmungen der Europäischen Union, insbesondere die Charta der Grundrechte der Europäischen Union, sowie auf die Artikel 6 und 7 des Vertrags über die Europäische Union,

–   unter Hinweis auf Artikel 13 des Vertrags über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft, in dem der Gemeinschaft die Möglichkeit eingeräumt wird, Normen zur Bekämpfung von Diskriminierungen, unter anderem aus Gründen der sexuellen Ausrichtung, zu beschließen und den Grundsatz der Gleichheit zu fördern, (es folgen noch weitere „Hinweise)...

A.   in der Erwägung, daß Homophobie als auf Vorurteilen basierende irrationale Furcht vor und Abneigung gegen Homosexualität und Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle definiert werden kann, ähnlich wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Sexismus,

B.   in der Erwägung, daß Homophobie im persönlichen und öffentlichen Leben in verschiedener Form Ausdruck findet, beispielsweise durch das Schüren von Hass und die Aufstachelung zu Diskriminierung, das Lächerlichmachen, verbale, psychische und physische Gewalt sowie Verfolgung und Mord, Diskriminierung unter Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, ungerechtfertigte und nicht vertretbare Einschränkungen von Rechten, die oft mit Belangen der öffentlichen Ordnung begründet werden, sowie der religiösen Freiheit und des Rechts auf Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen,

C.   in der Erwägung, daß in letzter Zeit in einigen EU-Mitgliedstaaten eine Reihe besorgniserregender Vorfälle zu verzeichnen waren, über die die Presse und Nichtregierungsorganisationen ausführlich berichtet haben, angefangen von dem Verbot von Schwulenparaden und Märschen für Gleichheit bis hin zu aufstachelnden/haßerfüllten/drohenden Äußerungen führender Politiker und Kirchenvertreter, nicht ausreichendem Schutz durch die Polizei oder gar der Zerschlagung friedlicher Kundgebungen, gewalttätigen Demonstrationen von homophoben Gruppen und der Durchsetzung von Verfassungsänderungen, durch die gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausdrücklich behindert werden sollen, (es folgen Erwägung D-H)

I.   ferner in der Erwägung, daß weitere Maßnahmen auf Ebene der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten nötig sind, um Homophobie auszumerzen und eine Kultur der Freiheit3, Toleranz und Gleichheit unter den Bürgern sowie in ihren Rechtsordnungen zu fördern,

 

1.   verurteilt schärfstens jede Diskriminierung auf der Grundlage der sexuellen Ausrichtung;

2.   fordert die Mitgliedstaaten auf, sicher zu stellen, daß Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle vor Aufhetzung und Gewalt geschützt sind, und zu gewährleisten, daß gleichgeschlechtlichen Partner derselbe Respekt, dieselbe Achtung und derselbe Schutz zuteil wird, wie den übrigen Bürgern der Gesellschaft;

3.   fordert die Mitgliedstaaten und die Kommission auf, das Schüren von Hass gegen Homosexuelle bzw. die Aufstachelung zu Hass und Gewalt nachdrücklich zu verurteilen und dafür zu sorgen, daß die Demonstrationsfreiheit, die in allen Menschenrechtsvereinbarungen garantiert wird, in der Praxis gewährleistet ist,

4.   fordert die Kommission auf, dafür zu sorgen, daß die Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Ausrichtung in allen Bereichen4 verboten wird, indem die auf Artikel 13 des Vertrags basierenden Antidiskriminierungsmaßnahmen ergänzt werden, entweder durch Vorschläge für neue Richtlinien oder einen Vorschlag für einen allgemeinen Rahmen, der alle Gründe für Diskriminierungen in allen Bereichen umfaßt;

5.   fordert die Mitgliedstaaten und die Kommission auf, den Kampf gegen Homophobie durch Bildungsmaßnahmen – wie Kampagnen gegen Homophobie in Schulen, Universitäten und den Medien – sowie durch administrative, juristische und legislative Maßnahmen zu verstärken, (es folgen 6-8)

9.   fordert die Kommission auf, über eine Strafverfolgung im Falle von Verstößen gegen auf der Grundlage von Artikel 13 des Vertrags erlassene Richtlinien nachzudenken ;

10.   fordert alle Mitgliedstaaten auf, jede denkbare (!!!) andere Maßnahmen zu ergreifen, die sie für am besten geeignet halten, um Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Ausrichtung zu bekämpfen und den Gleichheitsgrundsatz in ihrer jeweiligen Gesellschaft und Rechtsordnung zu fördern und anzuwenden;

11.   fordert die Mitgliedstaaten nachdrücklich auf, Rechtsvorschriften zu verabschieden, die der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partner in den Bereichen Erbrecht, Eigentumsregelung, Mietrecht, Ruhegehalt, Steuern, soziale Sicherheit usw. ein Ende setzen; (es folgen 12-13, sowie 15)

14.   fordert die betroffenen Mitgliedstaaten auf, endlich Homosexuelle als Opfer des Nationalsozialismus anzuerkennen...

 

Wenn Sie sich nicht verdächtig machen wollen, dann feiern Sie doch am 17. Mai mit – den „Internationalen Tag gegen Homophobie“! (Wenn Sie aber lieber ein Zeichen gegen echte Ausgrenzung und Staatsterror setzen wollen, dann feiern Sie an diesem Tag lieber Dr. Hamers Geburtstag!)

1 „Heteronormativität als ausschließliches Denk- und Verhaltenssystem zwängt die Geschlechter in starre Korsetts, verhindert die innerpsychische Entwicklung (z.B. Intersexualität, Transsexualität), die Entfaltung der individuellen Gesamtpersönlichkeit und die Wahrnehmung der unterschiedlichen Entwicklungsvarianten und Ausdrucksformen der einen menschlichen Sexualität – nach dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!““ Alles klar?

2 Siehe z.B. „Politik für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen“, Bericht der Landesregierung von April 2000

3 ist ja eine ganz neue Definition von Freiheit, in der die Mehrheit zugunsten einer unterleibsdefinierten Minderheit umprogrammiert werden soll!

4 Ob sich „Pädophile“ darauf auch berufen können?