Wo Verblödungsargumente sich selbst entlarven

B. Ullrich

Am 22. April war mal wieder Geschlechterverdrehungstag, zu Neudeutsch „Girls day“ und „Boys day“. Das bedeutet, daß die jungen Mädels propagandistisch darauf eingestimmt werden sollen, einen „typischen Männerberuf“ ergreifen zu wollen, und umgekehrt sollen Jungen an „typische Frauenberufe“ herangeführt werden.

Lustig ist die Argumentation dazu, wie sie z.B. in www.derwesten.de, dem Online-Portal der WAZ Mediengruppe, angeführt werden. Selbst die BRD-oberste Männerberufsfrau Merkel wird bemüht:

Dieser Tag bietet Euch die Möglichkeit, in die Arbeitswelt einzutauchen und spannende Berufe hautnah kennenzulernen”, motiviert Bundeskanzlerin Angela Merkel Mädchen, neue Wege bei der Berufswahl zu gehen. In Arnsberg und Sundern wird das seit Jahren praktiziert. Neben Berufen wie Arzthelferin, Kauffrau oder Friseurin gibt es zahlreiche Ausbildungsberufe, die für Mädchen genauso gut geeignet sind, wie für Jungen. Aber meistens nicht gewählt werden1.

Ja, warum denn nicht??

Viele Mädchen sind nur schwer umzustimmen“.

Hier wird also unverblümt zugegeben, daß geistige Gewalt angewendet wird, um junge Mädchen von ihren eigentlichen Berufswünschen abzubringen. Doch in wessen Interesse geschieht das? Im Interesse derer, die man „umstimmen“ will?

Rat an Firmen: Weckt das Potenzial bei Mädchen

Macht es — das kann Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Westfalen-Mitte, auch den Firmen nur raten, wenn es darum geht, sich um Mädchen für Männerberufe zu bemühen. „Wir wissen alle, daß es einen Fachkräftemangel geben wird”, sagt er. „Deshalb ist es gerade für die Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie wichtig, bei den Mädchen das Potenzial zu wecken und sie für technisch-gewerbliche Berufe zu begeistern.”

Der hellseherisch für die Zukunft proklamierte Facharbeitermangel wird nicht nur bemüht, wenn es darum geht, uns das Hereinlocken von ausländischen Arbeitskräften schmackhaft zu machen, sondern auch, wenn Frauen von ihren eigentlichen Berufswünschen, vor allem aber von ihrer biologischen Bestimmung als Mutter, abgebracht werden sollen. Abgesehen davon, daß sich der Staat anmaßt, junge Menschen umzuerziehen und massiv zu beeinflussen, was letztlich auf Familienzerstörung hinausläuft, ist es auch von der Sache her völlig schwachsinnig, junge Mädchen zu Fachkräften in Männerberufen auszubilden, während gleichzeitig Jungen frauentypische Berufe ergreifen sollen! Damit wird kein Mangel behoben, sondern nur ein Austausch von Mädchen und Jungen in den Ausbildungsberufen vorgenommen. Das geschlechtsspezifische „Rollenverhalten“ junger Menschen soll aufgebrochen und umgedreht werden, damit aus jungen Mädchen statt richtiger Frauen und Mütter halbe Männer („Zicken“) werden und aus Jungen weiche, zahme Männchen. Diese Girls und Boys Day Veranstaltungen sind in Wirklichkeit ANTI Mädchen- und Jungen-Tage und somit Bausteine der weltweiten plutokratischen Bevölkerungsreduzierungspolitik!

Ulrike Quante ist Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Arnsberg. Seit Jahren hilft sie mit, den Girls Day auch bei der Stadtverwaltung zu organisieren. In diesem Jahr gibt es aber auch den Boys Day. Das gleiche wie der Girls Day, nur andersherum. ... 110 Erzieherinnen arbeiten in den städtischen Kitas — und gerade mal drei Erzieher. „Ich würde mir wünschen, daß das etwas mehr durchmischt wäre. Schließlich hat gerade der Erzieherberuf viel mit Vorbild zu tun — und da kann es nur gut sein, wenn Kinder Männer und Frauen als Erzieher kennenlernen”, sagt Quante.

Hört, hört! Mit dieser Auffassung befindet sich Frau Quante aber im vollen Gegensatz zu den Befürwortern von Homosexuellen-Ehen und Adoptivrechten für Homopaare! Außerdem erleben in normalen Familien - Vater + Mutter (=Eltern) + Kinder - die Kinder ihren Vater ohnehin als Vorbild und Erzieher, auch wenn er außerhäusig arbeitet und die Kinder mehr Zeit mit der Mutter bzw. bei weiblichen Kindergärtnerinnen verbringen.

Aber dieser schöne Beruf stirbt ja ohnehin aus und wird ersetzt durch akademisch geschulte Erzieher und Erzieherinnen, womit sich der Sinn und Schwerpunkt von Kindergärten vollkommen verlagert. Doch die Wandlung von Kindergärten zu frühkindlichen Bildungsanstalten2 ist wieder ein eigenes Thema...

1 Alle Zitate aus: http://www.derwesten.de/staedte/arnsberg/Wo-Jungs-und-Maedchen-die-Exoten-sind-id2886045.html

2 oder Blödungs- oder geistigen Verbiegungsanstalten?