Anastasia aus der Taiga,
oder
die Rückgewinnung des
verlorenen Paradieses
B. Ullrich
In dieser Jahresend-Ausgabe
wollen wir einmal etwas vorstellen, das vordergründig nichts mit Politik zu tun
haben scheint, jedoch bei näherem Hinsehen jede Menge politischen Sprengstoff
in sich birgt - die Bücherreihe "Anastasia". Der erste Hinweis auf
diese Bücher wurde mir und meinem damaligen Gefährten und späteren Ehemann
Gerrit Ullrich bereits vor 5 Jahren zuteil, aber leider haben wir darauf nicht
reagiert - man war ja auch so fürchterlich mit wichtigeren Dingen beschäftigt,
mußte diese und jene Machenschaften erforschen, Vorträge und Seminare
organisieren... Der Hinweis kam von Angehörigen der „Zeitzeugengeneration“,
die sich unter anderem mit biologischem Landbau beschäftigen und eine
Bauernschule unterhalten. Nun endlich, 3 Jahre nach Gerrits Heimgang, habe ich
mir nach einem erneuten Hinweis auf "Anastasia" die Zeit genommen,
mich mit diesem Werk auseinanderzusetzen. Und ich war wirklich auf das
Angenehmste überrascht, wie viele von den Aussagen meines Mannes sich dort – in
etwas anderer Form – wiederfinden lassen!
Der äußere Handlungsrahmen
ist schnell erzählt und soll auch nur eine grobe Übersicht verschaffen.
Wladimir Megre, ein russischer Unternehmer, trifft in der Taiga eine junge Frau
namens Anastasia. Sie nimmt ihn mit zu ihrer Lichtung mitten im Wald, wo sie
ohne Haus, im völligen Einklang mit der ihr ergebenen Pflanzen- und Tierwelt,
lebt. Megre ist fasziniert von Anastasias Andersartigkeit, aber auch irritiert.
Anastasia hat ihn auserwählt, der Vater ihres Sohnes zu werden, und so geschieht
es auch. Sie prophezeit ihm, er werde Bücher schreiben, in denen die Gedanken
Anastasias einer großen Leserschaft nahegebracht würden. Megre weist dies von
sich, weil er sich dazu nicht fähig fühlt. Dennoch macht er später genau das,
was Anastasia vorhersah – er schreibt ihre Gedanken und Vorstellungen nieder
und findet zu seinem Erstaunen tatsächlich eine millionenfache Leserschaft,
weit über Rußlands Grenzen hinweg. Die Zukunftsvorstellung dieser jungen Frau
ist es, aus der Erde wieder einen Ort der „Familienlandsitze“ zu machen, so wie
es früher – zu paradiesischen Zeiten – einmal war. Sie erklärt Megre mit
einfachen Worten und anhand leicht verständlicher Gleichnisse, in welche
Sackgasse sich die Menschheit gebracht hat, was für Kräfte dahinterstecken, wie
es früher gewesen ist und wie die Menschen wieder zu ihrem verlorenen
Paradies zurückfinden können.
Anastasia bezeichnet sich
selbst als Wed-Russin aus uraltem Geschlecht. Sie verfügt über Fähigkeiten und
Gedankenkräfte, die uns heutigen Menschen durch unsere unnatürliche Lebensweise
verloren gegangen sind. Ihrer Ansicht nach löst die Errichtung von Familienlandsitzen
so gut wie alle Probleme, die sich der Mensch im „okkulten“ Zeitalter (d.h. in
dem die Welt von nur 6 Priestern, unter einem Oberpriester, beherrscht bzw.
gelenkt wird) geschaffen bzw. aufnötigen lassen hat, und diese Ansicht weiß sie
sehr wohl zu begründen. Nach und nach wandelt sich der nüchterne russische
„Normalbürger“ und Unternehmer Megre zu einem Mittler zwischen Anastasia und
der Leserschaft. Er ändert sein ganzes Leben, schreibt die Bücher und hält
Vorträge über das zukünftige Paradies Erde. Und die Leser werden durch die
Bücher dazu angeregt, eigene Gedanken zu entwickeln, Gedichte und Musikstücke
zu schreiben, Bilder zu malen und sich zusammenzuschließen, um Anastasias
Vorstellungen nach und nach umzusetzen.
Um nicht einem politischen
Betrug auf den Leim zu gehen, habe ich mir alle verfügbaren Bücher – bisher
9 Stück - besorgt und hintereinander gelesen. Eine Betrugsabsicht halte ich aufgrund
der positiven Schwingungen, die von den Texten ausgehen, der menschlichen Tiefe
der Gedankengänge, der Bejahung einer heimat- und naturverbundenen, seßhaften
Lebensweise und der Entlarvung der uns in sklavenhafter Abhängigkeit haltenden
Politik für äußerst unwahrscheinlich. Anastasia weiß sehr wohl über gefälschte
Geschichte Bescheid, wenn ihr auch speziell die Feinheiten der Fälschung
deutscher Geschichte und Zeitgeschichte nicht vertraut sind. Hier wird auch
keine „neue Religion“ gepredigt, sondern der Mensch als „Ebenbild Gottes“ an
die Seite des Schöpfers gestellt, um die Schöpfung mit Ihm zusammen weiter zu
entwickeln. Priester, Gurus oder Mittler werden dazu nicht benötigt. Der Mensch
wird als das einzige Wesen des Universums dargestellt, das einen freien Willen
hat – welcher allerdings heutzutage von den Dunkelmächten gelenkt, und der
Mensch daher von seiner wahren Bestimmung, Mitschöpfer zu sein, abgelenkt wird.
Was diese Bücher angenehm von anderen, sog. „esoterischen“ Werken abhebt, ist
die leichte Lesbarkeit – man liest in erster Linie „mit dem Bauch“, und der
eigene Verstand wird ganz nebenbei zur Gedankenproduktion angeregt. Viele sog.
spirituelle Bücher zwängen einem das Denksystem des Autors auf oder verursachen
eine Art von Abgehobenheit, die letztlich zur Handlungslähmung führt, was wiederum
den Dunkelmächten nutzt – Stichwort „New Age“. Die Anastasia-Bücher jedoch führen
uns zu unseren Wurzeln, fördern die Liebe zur Schöpfung und erzeugen das
Bedürfnis, tätig zu werden, um die bevorstehenden Umwälzungen zu meistern und
wieder zu einer artgemäßen Lebensweise zu finden.
„Gründet euer Dorf!“
Der nachfolgende
Text von Gerrit Ullrich ist ein Teil aus unserer damaligen Seminarmappe
„Politisch denken – ein anderes Denken“. Seine Begabung hinsichtlich des
analytischen Denkens und der dadurch gefundenen kriminalpolitischen
Betrachtungsweise unserer Geschichte hat ihn zu ähnlichen Ergebnissen geführt,
wie sie bei Anastasia geschildert werden:
·
Das gesamte Bild von uns Menschen und von unserer
Vergangenheit ist gefälscht!
·
Entsprechend muß auch das Bild von der Welt, in der wir heute
leben, fast vollständig falsch sein!
·
Die Wahrheit von unserer tatsächlichen Entwicklung und den
Begebenheiten zu finden, heißt nichts anderes, als uns selbst und unsere
Bestimmung zu finden.
Wer will da
seine Mitarbeit verweigern?
Nur dann ist es
möglich
1.
Den Menschen in seiner Ganzheit zu erkennen.
2.
Wieder ein ganzheitlicher Mensch zu werden.
3.
Mit ganzheitlicher Intelligenz zu leben u. zu wirken.
Als
direkte Konsequenz ergibt sich
die
Überwindung allen materialistischen Denkens und
der
daraus erzeugten materialistischen Gier nach einer anderen Beherrschung als
der, sich selbst zu beherrschen,
was wiederum zu
dem praktischen Ergebnis führt,
daß
sowohl der Kapitalismus wie auch der Sozialismus in all ihren Spielarten
verschwinden, womit gleichzeitig
deren
gemeinsame Urheber überwunden sind.
·
Das, was den Menschen ausmacht, ist seine Freiheit!
·
Diese menschliche Freiheit kann jeder nur sich selbst verschaffen!
·
Seine Unsterblichkeit zu wahren, muß der Mensch sich fortpflanzen!
·
Die eigenen Nachkommen sind die Zukunft, und damit wichtiger als
jeder Elternteil, der in ihnen fortlebt!
·
Sich selbst, seine Freiheit und seine Nachkommen zu schützen,
bedarf es der Stärkung der eigenen Kraft in einer Gemeinschaft!
·
Also: gründet seelische Gemeinschaften, gründet Euer Dorf!
·
Das Überleben des Menschen und seiner Gemeinschaft aber ist immer
eine Frage der Macht.
·
Das tatsächliche Machtmittel, welches die Menschen haben, liegt in
ihrer Intelligenz, über die sie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen!
·
Somit ist es die natürliche Wahrheit allein, die es zu finden und
nach der es zu leben gilt.
·
Das Überleben der menschlichen Gemeinschaften hängt also davon ab,
ob es gelingt, allen aus herrschaftspolitischen Zwecken in den Wahnsinn Getriebenen
einen möglichst direkten Weg zu weisen, auf dem sie zurückfinden, um wieder
Mensch sein zu können.
Soweit Gerrit
Ullrich. Es gibt eine Menge Leute in unserem Land und auch in anderen Ländern,
die versuchen, durch Gedanken und praktisches Handeln Wege aufzuzeigen und vorzugehen,
die uns aus der plutokratischen Sackgasse heraus- und in eine naturgerechte
Lebensordnung hineinführen.
Der von der
jungen Wed-Russin Anastasia aufgezeigte Weg führt dahin, daß jede Familie sich
einen Familienlandsitz schaffen soll, und zwar auf einem Hektar Land (=100 x
100 m groß)1.
Dieses Land soll von den jeweiligen Regierungen jedem, der einen Familienlandsitz
gründen möchte, kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dort soll dann ein
Garten entstehen, mit verschiedenen Bäumen, allen möglichen Sträuchern und
Pflanzen. So soll jede Familie sich ihr eigenes Paradies schaffen, in dem
frische Lebensmittel – Obst, Gemüse, Getreide, Kräuter – gedeihen, und das
sich gemeinsam mit der Familie entwickelt. Anastasia gibt in ihren Büchern
viele Ratschläge hinsichtlich des Umgangs mit Saatgut und Pflanzen, aber auch
zu elementar wichtigen Fragen wie Zeugung, Geburt, Erziehung und
Partnerfindung. Dem „modernen“ Leser wird schnell bewußt, wie weit wir uns in
diesen lebenswichtigen Angelegenheiten vom richtigen – im Sinne von artgerechten
– Verhalten entfernt haben. Zeugungen im Zustand sexueller Gier oder unter Alkoholeinfluß,
Geburten in Krankenhäusern, Hineinpressen der Kinder in eine Welt aus
Plastik, Beton, Elektronik und geistig-ideologischer Erstarrung – über das
Ergebnis brauchen wir uns wahrlich nicht zu wundern!
Allen guten
Ideen zur Befreiung der Menschen von den Zwängen der technokratischen Welt
steht das Machtbestreben einer kleinen Gruppe von sich für auserwählt
haltenden Plutokraten entgegen, die darüber bestimmen möchten, wie wir
unsere Lebenszeit verbringen. Die Hinwendung zur Natur, ohne Zeitdruck und
Rentabilitätsbestrebungen, würde zwangsläufig dazu führen, daß wir unseren gesunden
Menschenverstand wiederfinden würden, womit die Herrschaft der Ideo- und
Phraseologen ihr schnelles Ende hätte (kein natürlich denkender Mensch würde
sich auch nur eine Sekunde lang mit "Gender Mainstreaming"
beschäftigen oder mit Antidiskriminierungsvorschriften)! Das wird auch der
Hauptgrund dafür sein, daß man das Kleinbauerntum mit seiner naturverbundenen
Lebensweise weltweit vernichten will, und Nahrungsmittel in einer Art
Agrarindustrie massenerzeugt werden sollen, möglichst unter Monopolisierung des
genmanipulierten Saatgutes.
Was hält denn
Anastasia von „Demokratie“? Megre kommt zu folgenden Schlüssen:
„Die Demokratie
ist die gefährlichste Illusion, der eine große Zahl von Menschen unterliegen.
Gefährlich deshalb, weil in der demokratischen Welt tatsächlich eine oder
mehrere Personen mit Leichtigkeit alle demokratischen Länder leiten können. ...
Und die Wahlen? Sie sind völlig illusorisch!...Es bekämpfen sich die Gruppen
der Polittechnologen der Kandidaten unter Einsatz riesiger Geldmittel,
raffinierter Methoden des psychologischen Einflusses auf die Menschen durch die
Massenmedien, Fernsehen, durch anschauliche Agitationen.... Alles liegt nur
daran, daß es in der Natur keine Unterordnung unter die Mehrheit gibt. Die
Gemeinschaft der Pflanzen, der Tiere, der Insekten kann sich ihrem Instinkt,
der Bewegung der Planeten, der von der Natur eingerichteten Ordnung, dem
Leittier unterordnen. Und die menschliche Gesellschaft wurde stets von einer
Minderheit geleitet.... Somit ist die moderne Demokratie – eine Illusion der
Menschenmaßen. Ihr Glaube an einen irrealen Aufbau der Gemeinschaft, eine nicht
reale, illusorische Welt.“2
In Anastasias
Zukunftsvorstellung steht wieder der freie, selbstbestimmte, von der Liebe zur
Schöpfung durchdrungene Mensch im Mittelpunkt - ein Mensch, wie er zu früheren
Zeiten einmal gewesen ist, sozusagen ein ungefälschter Mensch. Die
Aufgabe von uns Erwachsenen besteht nun darin, in unseren Herzen den Wunsch
nach einem Leben in Freiheit zu hegen, der Vorstellung einer natürlichen
Lebensordnung Gestalt zu verleihen und darauf hinzuarbeiten, daß unsere Kinder
schon ab der Zeugung in diese Vorstellung hineinwachsen. Unser Gegenentwurf zu
den krankhaften Endzeitphantasien der Dunkelmächte wird dadurch so mit Leben
gefüllt, daß er in die Realität umsetzbar wird.
1 Ein Schritt in die
richtige Richtung ist die Idee vom „Kleinsthof“, die im gleichnamigen Büchlein
in mehreren Ausführungen vorgestellt wird – siehe Bücherhinweis hinten.
2 Aus Anastasia
Band 6 „Das Wissen der Ahnen“, S. 270