Gutachten zur Germanischen Neuen Medizin®

B. Ullrich

Bei meinen Recherchen zum Thema Germanische Neue Medizin® stieß ich auf eine REPORT Sendung vom 18.11.2002 im SWR, in der erwähnt wurde, Herr Prof. Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze[1], „der bekannte Onkologe hat zur „Neuen Medizin“ bereits zwei vernichtende Gutachten geschrieben.“

Auf Anfrage nach diesen Gutachten verwies mich Herr Professor Henze auf die Weltnetzseite www.pilhar.com, wo die Gutachten abgedruckt sind.

Eines der beiden Gutachten betrifft eine Patientin aus Wien. Von den 4 - 5 Seiten „Gutachten“ befaßt sich gerade mal eine Seite tatsächlich mit den medizinischen Aussagen Dr. med. Hamers – dort verächtlich Herr Hamer, ohne Titel, genannt. Der Rest ist Biographisches betreffend seine private Situation, den Ärger, den ihm die Behörden und Gerichte bereitet haben sowie natürlich den Fall Olivia Pilhar, der aufgrund seiner Medienpräsenz besonders in den Zuschauern nachgewirkt hat. Es handelt sich also weniger um ein medizinisches Gutachten im wissenschaftlichen Sinne über die Germanische Neue Medizin®, sondern bestenfalls um ein sozio-psychologisches Gutachten im Boulevardblattstil. Ein erstaunlich niedriges Niveau für einen Wissenschaftler seines Kalibers.

Also beschäftigen wir uns mit dem Bißchen, was dort über Dr. Hamers Entdeckungen zum Thema Krebs und Krankheit „begutachtet“ wird.

In den folgenden Monaten entwickelte Herr Hamer, inspiriert durch Träume von seinem Sohn Dirk, eine Theorie über die Entstehung von Krebserkrankungen, die er als „Eiserne Regel des Krebses“ zusammenfaßte und als – abgelehnte - Habilitationsschrift bei der Medizinischen Fakultät Tübingen einreichte. Kernbestandteil dieser Theorie ist, daß der Auslöser jeder Krebserkrankung ein hochdramatisches Schockerlebnis ist, von Herrn Hamer DHS („Dirk-Hamer-Syndrom“) genannt - wie eben in seinem Falle der Verlust seines Sohnes. Dieses Schockerlebnis hinterläßt nach Hamers Theorie Spuren im Gehirn, die mittels einer CT-Untersuchung detektiert werden können. Nach einer konfliktaktiven Phase folgt nach der Theorie, falls eine Lösung des zugrundeliegenden „biologischen Konfliktes“ gelingt, die Heilungsphase. Gelingt keine Konfliktlösung, bleibt der Patient in einer „Dauerstreßphase mit Verbrauch seiner  Lebensenergien“, dann ist der Tod des Patienten „in der Kachexie“ möglich.

Im weiteren erfolgte eine Verallgemeinerung dieses Prinzips durch Herrn Hamer auf andere Erkrankungen, ja die gesamte Medizin. Er formulierte fünf biologische Naturgesetze („1. Die Eiserne Regel des Krebses, 2. Das Gesetzt der Zweiphasigkeit aller Erkrankungen, 3. Das ontogenetische[2] System der Tumoren, 4. Das ontogenetisch bedingte System der Mikroben, 5. Das Gesetz vom Verständnis einer jeden sogenannten Krankheit“).

Als Schlußfolgerung aus der geschilderten Theorie zur Krebs- bzw. allgemeinen Krankheitsentstehung aus Konflikten wird die Therapie von Erkrankungen und insbesondere von Krebserkrankungen in der Lösung des zugrundeliegenden Konfliktes gesehen. Die Konfliktlösung führt zur Ausheilung der Tumorerkrankung, eine schulmedizinische Behandlung wird nicht nur als unnötig, sondern in der Regel als schädlich angesehen.“

Bis dahin ist die Wiedergabe der Hamerschen Erkenntnisse durchaus hinnehmbar, nur daß es sich nicht um Theorien handelt, sondern um Entdeckung von Gesetzmäßigkeiten, die an jedem beliebigen Patienten immer wieder bestätigt werden..

Stellungnahme zum Grundgedanken der Krankheits- und insbesondere Krebsentstehung durch Schockerlebnisse und Konflikte:

Die Vorstellung, daß psychische Faktoren einen Einfluß auf die Entstehung von Krebserkrankungen haben, hat eine lange Tradition. Von Galen, dem Leibarzt des römischen Kaisers Marc Aurel, wurden Krebserkrankungen mit der Melancholie in Verbindung gebracht. Bisweilen wird bis heute von einer Krebspersönlichkeit gesprochen, die gekennzeichnet sei durch Depression, vermindertem Ausdruck von Ärger und Wut sowie Selbstaufopferungstendenzen. Ein Konzept, das mittlerweile wissenschaftlich als widerlegt gilt (Schwarz et al 2001).

Neuere epidemiologische bevölkerungsbasierte Studien aus Dänemark[3] zeigen eindeutig, daß es keine erhöhte Krebshäufigkeit bei Menschen mit Depressionen gibt und auch schwerwiegende psychische Streßfaktoren wie die ernsthafte Erkrankung eines Kindes zu keiner Erhöhung der Krebsinzidenz führen (Dalton et al, British Journal of Cancer 2004, 90, 1364 – 1366 und Dalton et al, American Journal of Epidemiology 2002, 155:1088 – 1095).“

Da wird es dann schon wunderlich. In der GNM gibt es keine sogenannte „Krebspersönlichkeit“. Im Gegenteil, wird doch gerade durch die dort beschriebenen Ursachen von Krebserkrankungen deutlich, daß es ohne Unterschied jeden irgendwann mal betreffen kann, weil es sich um biologische Konflikte handelt. Allerdings muß in jedem Fall die „Eiserne Regel des Krebs“ erfüllt sein. Diese besteht aus 3 Kriterien:

1.      Jedes Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) entsteht mit einem DHS (Dirk-Hamer-Syndrom), d. h. mit einem allerschwersten, hochakut-dramatischen und isolativen Konflikt-Erlebnisschock, gleichzeitig auf den 3 Ebenen von Psyche, Gehirn und Organ.

2.      Der Biologische Konflikt bestimmt im Moment des DHS sowohl die Lokalisation des SBS im Gehirn als sog. Hamerschen Herd, als auch die Lokalisation am Organ als Krebs oder Krebsäquivalent (z.B. Diabetes).

3.      Der Verlauf des SBS auf allen drei Ebenen (Psyche, Gehirn, Organ), vom DHS bis zur Konfliktlösung und epileptischer/epileptoider Krise auf dem Höhepunkt der Heilungsphase und Rückkehr zur Normalisierung ist synchron.

Auch steht bei Dr. Hamer nirgendwo, daß Depressionen Krebs auslösen. Allerdings gibt es dank der Germanischen Neuen Medizin® endlich eine wissenschaftlich nachvollziehbare Erklärung für das psychische Erscheinungsbild nicht nur der Depression, sondern aller psychotischen Krankheitsbilder. Daß irgendwelche „Studien“ aus Dänemark etwas widerlegen, was auch Dr. Hamer nie behauptet hat, entbehrt nicht einer gewissen Komik; dieses Phänomen begegnet einem aber regelmäßig, wenn es dem Medizinkartell um die Abwehr unwillkommener Erkenntnisse geht. Und nach diesen an den Aussagen der GNM vollkommen vorbeigehenden Ausführungen gibt es tatsächlich noch eine sogenannte

Abschließende zusammenfassende Stellungnahme:

Bei der sog. „Germanischen Neuen Medizin“ von Herrn Hamer handelt es sich um ein in der Biographie und Träumen von Herrn Hamer begründetes Theorem ohne jede wissenschaftliche oder empirische Begründung. Im Gegenteil, nach heutigem Erkenntnisstand ist die zugrundliegende Grundhypothese widerlegt. Es sind mehrere Todesfälle von Menschen, die seiner Theorie vertrauten, gut belegt, die unter schulmedizinischer Behandlung eine realistische Heilungschance besessen hätten. Deshalb ist die „Germanische Neue Medizin“ mit allem Nachdruck als einerseits absurd, andererseits aber bewiesenermaßen gefährlich zurückzuweisen. Ihrer Verbreitung muß mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – juristisch und auf dem Wege der Aufklärung – Einhalt geboten werden. Eine Plattform zur Selbstdarstellung darf ihm und seinen Anhängern nicht geboten werden.“

Zu dem ersten Satz ist festzustellen, daß auch andere große Entdeckungen quasi „im Schlaf“ gefunden wurden. Das Periodensystem der Elemente soll Dimitrij Mendelejew über Nacht eingefallen sein und von Friedrich Kekulé wird behauptet, daß ihm die Ringstruktur des Benzols im Traum erschien. Daß diese beiden Entdecker deswegen lächerlich gemacht wurden, ist nicht bekannt. Zur „empirischen Begründung“ ist auf Dr. Hamers Habilitationsarbeit von 1981 hinzuweisen, in der 200 Patientenfälle dokumentiert wurden, von denen der „Habilitationsausschuß der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen“ sich seinerzeit - und das sogar entgegen zweier Gerichtsurteile bis heute! - weigerte, auch nur einen einzigen dieser Fälle zu überprüfen. Mittlerweile kann Dr. Hamer um die 60.000 Patientenfälle – eigene sowie Fälle von ihm ausgebildeter Ärzte - vorweisen, die er alle nach seinen gefundenen Biologischen Naturgesetzen dokumentiert hat. Seine Gegner weigern sich hartnäckig, den Gegenbeweis anzutreten, obwohl Dr. Hamer sie immer wieder händeringend und unter Hinweis auf die über 600 Todesfälle durch Krebs pro Tag allein in Deutschland darum bittet, doch endlich tätig zu werden. Angesichts dieser erschreckend hohen offiziellen Anzahl krebsbedingter Todesfälle – trotz oder wegen schulmedizinischer Behandlung – von „mehreren Todesfällen“ durch die GNM zu schwafeln, ist schon vermessen. Wie viele Kranke, die von der Schulmedizin als austherapiert heimgeschickt wurden, bisher dank Dr. Hamers Entdeckungen ihre Konflikte lösen, dadurch die Krankheit verstehen und überwinden konnten, davon schreibt der Herr Gutachter wohlweislich auch nichts, obwohl gerade diese Fälle bestens dokumentiert sind und auch durch die noch lebenden, Dr. Hamer in Dankbarkeit verbundenen, Patienten jederzeit belegt werden können. Mir selbst sind solche Fälle persönlich bekannt! Die von Schulmedizinern immer wieder angeführten wenigen Fälle (immer dieselben paar Fälle!), wo Kranke es nicht schafften, wieder zu genesen, sind bei genauer Betrachtung aller Umstände auch keineswegs Dr. Hamer und der GNM anzulasten. Vielmehr sind es Paradebeispiele dafür, wie die Mietmäuler der Medien alle Fakten verdrehen und für ihre Auftraggeber passend machen. Welcher Sender, welcher Medienkonzern verdirbt sich auch gerne das Geschäft mit seinen besten Werbekunden aus der Pharmaindustrie?

Wer die GNM für „absurd“ erklärt, der möge bitte auch erklären, warum es nicht absurd ist, einen krebskranken Menschen zusätzlich zu seinem geschwächten Zustand noch mit zelltötenden Chemikalien abzufüllen, die als „Nebenwirkung“ viele der Symptome, die eine Krebserkrankung ausmachen, erst erzeugen! Gerade wenn der Mensch all seine Kräfte braucht, um eine schwere Krankheit zu überstehen, wird er zusätzlich durch Chemozellgifte attackiert – das soll etwa nicht absurd sein? Wer von den Herren Onkologen vermag denn „wissenschaftlich korrekt“ zu beweisen, daß die Patienten, die eine Chemo“therapie“ überleben, nicht ohne diese Chemo auch oder gar besser wieder gesund geworden wären? Wo ist der wissenschaftliche Beweis dafür, daß nicht seelische Schockereignisse der Auslöser für Krebserkrankungen sind? Kennt die Schulmedizin überhaupt eine einzige Krebsursache? Außer Hypothesen über „multifaktorelle“ Ursachen und „Risikofaktoren“ hat sie nichts anzubieten, schon gar nichts, was einer wirklich wissenschaftlichen Überprüfung – nachvollziehbar an jedem x-beliebigen Patienten – standhalten könnte. Dr. Hamer erbringt den exakten Beweis für seine Entdeckungen jederzeit an jedem beliebigen Patienten – warum widerlegt die Schulmedizin ihn nicht öffentlich, vor laufenden Kameras und unter fairen Bedingungen, wenn es doch so absurd ist? Ist es nicht nachgerade die Pflicht eines jeden gewissenhaften Onkologen, um seine Patienten vor der „Scharlatanerie der GNM“ zu schützen, endlich den wissenschaftlichen und unwiderlegbaren Beweis der „Absurdität“ aller Hamerschen Behauptungen in aller Öffentlichkeit anzutreten?

Das zweite Gutachten des Kinderkrebsspezialisten Henze behandelt den „Fall Olivia“, der in der 2. Hälfte der neunziger Jahre falschmeinungsbildend durch die Medien gejagt wurde. Eine gründliche Richtigstellung findet man auf der Weltnetzseite www.pilhar.com und im Buch „Olivia – Tagebuch eines Schicksals“ vom Kindesvater Helmut Pilhar.

In diesem Gerichtsgutachten nimmt Prof. Henze Stellung zu einigen medizinischen Aussagen, die er aus ihm vorliegenden Büchern der „Neuen Medizin“ entnahm:

Die in den schriftlichen Äußerungen von Herrn Hamer immer wieder aufgestellte Behauptung, daß 95% aller Patienten "Opfer der Chemo" werden, ist daher völlig absurd und läßt sich sowohl anhand der Zahlen als auch in Gestalt von hunderten lebender Patienten ohne Mühe widerlegen. Diese Behauptung von Herrn Hamer spricht erneut für seine durchaus mangelnde Sachkenntnis.“

Wenn aus dem vorhandenen Zahlenmaterial zu Sterbeursachen ca. 600 Krebstote pro Tag allein in Deutschland veranschlagt werden, von denen wohl die meisten in schulmedizinischer Behandlung waren, so sind „hunderte lebende Patienten“ nach Chemotherapie nicht gerade viel. Es sagt überhaupt nichts darüber aus, in welcher körperlichen Verfassung diese chemotherapierten Patienten sich befinden – vor und nach der Chemo - und um wie viele Jahre sie ihre „Therapie“ überlebt haben.

„Die Auslassungen über Magengeschwüre ( S. 54) sind unhaltbar: wir wissen heute definitiv, daß Magengeschwüre durch Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter verursacht sind und daß eine antibiotische Behandlung gegen diesen Erreger zur Heilung der Magengeschwüre führt. ...Auf S. 33 bezeichnet Herr Hamer die Leukämie als Heilungsphase nach einem Knochenbruch. Wie paßt in dieses Konzept die Tatsache, daß es z.B. bereits bei neugeborenen Kindern, die nie zuvor einen Knochenbruch erlitten haben, Leukämie gibt.... Wer könnte allein aus bildgebenden Untersuchungen, insbesondere anhand des immer wieder beschworenen Computertomogramms des Gehirns, Art- oder Organdiagnosen herleiten, und das mit einer Sicherheit und einem Unfehlbarkeitsanspruch, wie es Herr Hamer tut? Herr Hamer hat für alles einen Namen und eine Erklärung. Er ist aber vermutlich auch der einzige Mensch, der diese Art der Medizin beherrscht. Für schulmedizinisch ausgebildete Menschen ist diese Art des Denkens nicht nachvollziehbar. Sie kann es auch nicht sein, denn würde man versuchen so zu denken, müßte man alles vergessen, was man in der naturwissenschaftlich orientierten Medizin als richtig zu erkennen gelernt hat.“

Gerade wenn einer behauptet, in der Diagnose unfehlbar zu sein, sollte es doch besonders leicht sein, ihn an konkreten Patientenfällen zu widerlegen. Aber lassen wir Dr. med. Hamer selbst darauf antworten, so wie er es in einer Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft in Köln am 19.10.1998 tat:

Henze stellt aktuelle Hypothesen über angebliche Ursachen z.B. von Magengeschwüren (Bakterium Helicobacter) als gesichertes Wissen dar. Dies ist typisch - wieder einmal kann die Schulmedizin das post oder propter nicht auseinanderhalten, ganz abgesehen davon, daß es nicht Aufgabe eines Gutachtens sein kann, über aktuelle schulmedizinische Hypothesen u. andere Streitfragen zu informieren. Henze behauptet, ich schreibe in meinen Büchern, Leukämie sei eine Heilungsphase nach einem Knochenbruch! Dies zeigt, wie intensiv er sich mit der Neuen Medizin auseinandergesetzt hat! Ich halte Leukämie für eine Heilungsphase nach einem Selbstwerteinbruch, nicht nach einem Knochenbruch, und kann dies im übrigen bei jedem nächstbesten Leukämie-Patienten nachweisen, daß dieser nämlich seinen Selbstwerteinbruch gelöst hat. Ein Gutachter sollte wohl grundsätzlich nicht mit einer derartigen Oberflächlichkeit lesen, die Zusammenhänge grotesk entstellt...

Auf S. 18 behauptet Henze schlankweg: "Für schulmedizinisch ausgebildete Menschen ist diese Art des Denkens nicht nachvollziehbar." Erst im September hat ein Gremium aus Medizinern unter Vorsitz des Dekans der medizinischen Fakultät Trnava (Onkologe), des Prorektors der Universität und eines Psychiatrieprofessors sich anhand von vorgestellten und dokumentierten Fällen davon überzeugt, daß die NEUE MEDIZIN eindeutig nachvollziehbar und verifizierbar ist. Sie bestätigten, daß man mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen muß, daß die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin zutreffen. Weiterhin empfahl das Gremium, alles daran zu setzen, schnellstmöglich die NEUE MEDIZIN nutzbringend für die Patienten anzuwenden und in die Praxis umzusetzen. Wenn es einem beliebigen Gremium von offenen und für Neues aufgeschlossenen Schulmedizinern gelingt, die NEUE MEDIZIN nachzuvollziehen und diese logisch und kohärent zu finden, wieso gelingt das auch nicht ansatzweise Herrn Henze? Über seine Motive kann man wohl nicht mehr spekulieren!

"Sein von ihm selbst konstruiertes System ist in sich absolut schlüssig". (S. 18). Zumindest dies mußte Herr Henze erkennen: Wenn in der Naturwissenschaft etwas in sich kohärent und in sich logisch ist und verifizierbar ist und verifiziert ist - dann ist es naturwissenschaftlich richtig - diese wissenschaftlichen Regeln sollte auch Herr Henze kennen.

Wie seine polemischen Bemerkungen auf S. 18 unten über angebliche Unfehlbarkeit, Erfolge (bei Mißerfolg sei der Patient angeblich abgefallen) der Neuen Medizin beweisen, hat Henze nicht einmal das Wesen eines Biologischen Naturgesetzes verstanden. Die Gesetzmäßigkeiten der Neuen Medizin beschreiben lediglich einen Mechanismus, wie Krankheiten, z.B. Tumore (Sonderprogramme) entstehen, und auch wieder verschwinden können. Über Erfolg oder Mißerfolg am konkreten Fall sagt die NEUE MEDIZIN nicht das geringste aus. Dies ist vergleichbar mathematischen Regeln, nach denen man sowohl Additionen als auch Subtraktionen realisieren kann. Es bleibt die gleiche mathematische Regel.

Originalton Henze: "Die ‚NEUE MEDIZIN' ist eine Sammlung von absurden Theorien, die keineswegs bewiesen werden und auch nicht beweisbar sind, und schon deshalb kann sie nicht naturwissenschaftlich sein, weil naturwissenschaftlich eben bedeutet, daß etwas auch beweisbar und mit den bisher erworbenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen sein muß."

Dazu sage ich abschließend: Die NEUE MEDIZIN ist beweisbar und zwar am nächstbesten Patientenfall. Sie besteht aus 5 Biologischen Naturgesetzen, die jederzeit überprüf- und abrufbar sind. Eine Vielzahl von Schulmedizinern konnten dies bereits überprüfen und nachvollziehen. Am 11.9.98 wurde die Neue Medizin amtlich von der Universität Trnava/ Slowakische Republik bestätigt.

Die NEUE MEDIZIN bestreitet nicht Fakten in der Medizin, wenn sie wirklich Fakten sind, sie nimmt nur oft eine andere Interpretation der Fakten vor. Es handelt sich hier um einen Wissenschaftsstreit, der bestimmt nicht von Herrn Henze entschieden werden kann. Es ist fraglich, ob er überhaupt noch mit fairen Mitteln ausgetragen werden kann in einer Gesellschaft, in der die Medizin längst die Rolle der Kirche im Mittelalter übernommen hat und andere Denkansätze reflexartig mit inquisitorischen Maßnahmen überzieht.

Dazu der bekannte Autor Ivan Illich in "Die Nemesis der Medizin": "Der medizinische Klerus läßt sich nicht kontrollieren, solange nicht dessen monopolistische Vollmacht, zu entscheiden, was Krankheit ist, wer krank ist und was für ihn geschehen soll, gesetzlich eingeschränkt und abgebaut wird."

Henze S. 21: "Nach meiner Ansicht sollte man daher alles unternehmen, um kranke Menschen davor zu schützen, Opfer seiner Irrlehren zu werden".

Herr Henze scheut ganz im Einklang mit der heute angemaßten Funktion der Medizin als oberster Inquisitionsbehörde nicht davor zurück, bei der Staatsanwaltschaft Köln "scharfrichterliche" Maßnahmen anzuregen. Damit überschreitet er bei weitem die Aufgaben eines unabhängigen Gutachters. Ein solcher hätte etwaige Schlußfolgerungen und Maßnahmen in jedem Fall dem Urteil eines unabhängigen Gerichtes zu überlassen.

Herr Henze hat sich damit als ernstzunehmender, unabhängiger Gutachter selbst disqualifiziert.“

 

Soweit Ausschnitte aus der Stellungnahme des Betroffenen Dr. med. Hamer. Was „weiß“ man denn bei der Uniklinik Heidelberg über Krebsursachen?

Krebsursachen: Die Mehrzahl der Krebserkrankungen entsteht wahrscheinlich sporadisch, also ohne erkennbare Ursache. Aus zum Teil ungeklärten Gründen kommt es in Krebszellen zur Aktivierung von so genannten Krebsgenen, die dann zu ungehemmter Teilung und Wachstum von Tumorzellen führen. Es gibt eine Reihe von Umwelteinflüssen, die eine Krebsentstehung fördern. Deshalb könnte eine große Zahl von Krebserkrankungen durch eine Beseitigung dieser schädigenden Umwelteinflüsse verhindert werden.”

 

DEUTSCHE ÄRZTE-ZEITUNG“ vom 20.12.1994:

Dr. Ulrich Kübler: Seit etwa 1890 haben die Bemühungen, etwa 300 verschiedene Krebserkrankungen des Menschen allein mit Stahl, Strahl und Chemie zur Linderung und Heilung zu bringen, leider vollkommen versagt. Ausweislich einer seriösen Industriestatistik - nicht von habilitierten Meinungsträgern und onkologischen Fachgesellschaften verfaßt - sind von den adulten Krebsen nur vier Prozent, von den kindlichen Krebsen nur acht Prozent allein mit Stahl, Strahl und Chemo zu heilen. Es bleiben also rund 92 Prozent der Krebskranken ungeheilt. Bei diesem Prozentsatz auch nur von potentieller Heilbarkeit der Erkrankung Krebs durch Stahl, Strahl und Chemo zu sprechen, stellt den Tatbestand des Etikettenschwindels dar.

 

 

 



[1] Prof. Henze ist seit 1985 Leitung der Abteilung für Pädiatrie II mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie der Kinderklinik der Freien Universität Berlin, später Direktor der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie Charité Campus Virchow-Klinikum. Seit 1988 Professor für Pädiatrie an der Freien Universität Berlin, jetzt Charité Medizinische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.

[2] =entwicklungsgeschichtliche – auf die 3 Keimblätter bezogen, die sich beim Fötus hintereinander ausbilden und zu denen alle Organe zuordenbar sind.

[3] Siehe Artikel „Interessante Studie“. Dr. Hamer hat auch nie behauptet, daß Streß zu Krebs führt. Es muß immer das erste Kriterium der „Eisernen Regel des Krebs“ eingehalten werden. Fehlt auch nur eine der 3 beschriebenen Schockeigenschaften, so entwickelt sich kein Krebs!